Autor:Ehmedê Xanî

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Ehmedê Xanî (1650–1707), in der Region Hakkarî geboren, hat die kurdische Sprache ins Versepos gehoben und einem geteilten Volk die Trauer zweier Liebender gegeben. Mem û Zîn, um 1692 in Cizîra Botan vollendet, gilt den Kurden als Nationalepos, nicht weil es Schlachten siegt, sondern weil Liebe und Land denselben Namen der Trennung tragen.

Leben

Medrese, Wanderjahre durch kurdische Gelehrtenorte, vielleicht Syrien und Ägypten, Schreiber am Hof von Bayezid, lange Nähe zu Cizre, der Hauptstadt des Fürstentums Botan. Der Umweg ist diese gelehrte Lage zwischen Osmanen und Safawiden: Wer Kurdisch als Schriftsprache will, schreibt nicht nur ein Liebespaar, sondern einen Prolog, in dem Gott, der Wein und das Glück eines Volks vorkommen, das unter zwei Reichen liegt. In Bayezid unterrichtete er; er starb dort, das Grab liegt bei Palast und Stadt.

Wirkung

Xanî hat eine mündliche Sage, die Dengbêj von Hof zu Hof trugen, in kunstgemäße Verse gehoben. Shakespeare schreibt eine Stadt; Xanî schreibt ein Volk, dessen Sprache das Epos selbst beglaubigen will. Die Deutung als Gründungstext kurdischer Nation ist jünger als das Buch und hat es im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert zum Banner gemacht. Daneben bleiben die Lehrverse über den Glauben und das Reimwörterbuch für Kinder, die in den Medresen gelernt wurden.

Im deutschen Buchhandel ist der Titel ein seltener Gast, keine Reclam-Nummer. Das ändert nichts an der Gattung: Mem û Zîn gehört neben die großen Versepen, nicht neben den Gesellschaftsroman. 1992 entstand ein Film, der in der Türkei türkisch gedreht werden musste, weil Kurdisch verboten war. Wer das Paar nur neben Romeo und Julia stellt, hat den Intriganten und verfehlt den Prolog. Wer nur die Nation liest, unterschlägt den Dornbusch: Nicht die Feinde von außen allein trennen, sondern was aus dem eigenen Neid wächst.

Werke

In Auswahl außerdem: Nûbihara Biçûkan, Eqîdeya Îmanê.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.