Autor:Christina Clemm

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Christina Clemm (geb. 1967), in Berlin als Straf- und Familienrechtlerin tätig, hat die Akte zum öffentlichen Text gemacht, in dem Gewalt gegen Frauen das zweite Unrecht oft erst vor Gericht erfährt. AktenEinsicht von 2020 erzählt acht Verfahren aus der Nebenklage: Vorgeschichte, Tat, Prozess, und dazwischen das Recht, das die Tat zweifelhaft spricht.

Leben

Jura in Freiburg und Berlin, seit den neunziger Jahren die Kanzlei in Kreuzberg, die nur Anwältinnen führte. Der Umweg ist die Praxis: Hunderte Verfahren wegen Vergewaltigung, häuslicher Gewalt, rassistischer und rechtsextremer Taten, darunter die Nebenklage im NSU-Prozess. Fachanwältin für Straf- und Familienrecht, Mitbegründerin des Nebenklagevereins, zeitweise in der Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts. Das Buch kam aus dieser Arbeit, nicht aus der Distanz einer Beobachterin. Sie lebt in Berlin.

Wirkung

Clemm hat die juristische Innenansicht in die literarische Öffentlichkeit geholt, ohne die Akten zu schönen. Polizei und Gericht sind nicht frei von der Gewohnheit, das Opfer zur Mitverantwortlichen zu machen; Aussage gegen Aussage, Gegenanzeige, die Mindeststrafe zur Bewährung. Die eingeschobenen Rechtserklärungen machen aus acht Geschichten eine Lehre vom Verfahren. Carolin Emcke las die Balance zwischen der Beschreibung der Misshandlung und der Wiedergewinnung der Stimme.

Die Aufnahme auf einer Sachbuch-Bestenliste signalisierte, dass das Thema kein Fachtext für Anwältinnen bleiben sollte. Die Gefahr der Form ist die Spannung, die Leiden als Stoff verbrauchen kann; Clemm hält sie knapp. Wer sie nur als Chronistin schlimmer Fälle nimmt, unterschlägt die Behauptung, dass die Gewalt häufig und das Verfahren das Muster ist. Gegen Frauenhass hat die Linie später zugespitzt. Die Akte bleibt ihr Medium.

Werke

In Auswahl außerdem: Gegen Frauenhass.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.