Autor:Carl Schmitt
Carl Schmitt (1888–1985), in Plettenberg geboren, war der scharfsinnigste Staatsrechtler, den der Nationalsozialismus in Dienst nahm, und er hat sich in Dienst genommen. Der Begriff des Politischen von 1932 fasst Freund und Feind; souverän ist, wer über die Ausnahme entscheidet. 1933 trat er in die NSDAP ein.
Leben
Katholisches Sauerland, die Lehrstühle von Greifswald bis Berlin, Weimar als Gegner. Der Umweg ist 1933: Schmitt lieferte die juristische Sprache der Machtübernahme, rechtfertigte den Röhm-Mord, schrieb antisemitisch gegen jüdische Kollegen im Recht. 1936 von der SS kaltgestellt, nicht gereinigt. Nach 1945 ohne Amt, als Orakel gelesen, in Plettenberg gestorben. Reue war nicht seine Form.
Wirkung
Freund und Feind, Ausnahme, Dezision: Schmitt hat Begriffe gesetzt, ohne die die politische Theorie des Jahrhunderts nicht auskommt – und er hat sie auf die Seite der Diktatur gestellt. Die Linke hat ihn gegen den Liberalismus gewendet, die Rechte als Kronzeugen genommen. Beides bestätigt die Gefahr, die von ihm ausgeht.
Die Nachwelt hat den Denker vom Parteimann trennen wollen. Das beschönigt. Wer Schmitt nur als NS-Juristen entsorgt, unterschlägt, warum der Text weiterwirkt. Wer ihn nur als Begriffskünstler rettet, unterschlägt die Partei, die er wählte, und die Feinde, die er juristisch kenntlich machte.
Werke
- Der Begriff des Politischen (1932)
In Auswahl außerdem: Politische Theologie, Die Diktatur, Der Nomos der Erde.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.