Autor:Bernhard Schlink

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Bernhard Schlink (* 1944 in Bielefeld) hat der zweiten Generation nach dem Nationalsozialismus den Roman gegeben, der weltweit gelesen wurde. Der Vorleser stellt die Liebe zu einer Täterin neben das Recht, sie zu richten – und lässt beides nicht auseinander.

Leben

Jurist, Verfassungsrechtler, Richter, Verfasser von Kriminalromanen um den Privatdetektiv Selb. Der eine Umweg erklärt das Buch: Wer Anklage, Urteil und die Sprache der Akten kennt, schreibt anders über Schuld als der, der nur erinnert. Der Vorleser erschien 1995 und machte den Professor zum Weltnamen. Er lebt in Berlin und New York.

Wirkung

Ein Junge liest einer älteren Frau vor, später erkennt er sie als KZ-Aufseherin, die Analphabetin war und bleibt. Der Roman hat die deutsche Frage nach 1945 – wie man Täter liebt, ohne sie zu entlasten – in eine Geschichte übersetzt, die auch liest, wer sonst keine Nachkriegsliteratur anrührt. Die Kritik warf ihm vor, den Analphabetismus als Milderung zu missbrauchen; das Buch gewährt die Milderung nicht, nur die Nähe.

Übersetzungen, der Film von 2008, der Schulunterricht: Die Wirkung ist die eines Klassikers der zweiten Generation, neben dem das übrige Werk oft verschwindet. Schlink hat danach weiter über Schuld und Herkunft geschrieben, nüchterner, weniger welthaltig. Der eine Titel trägt den Namen; er hält, weil er die Scham nicht durch Moral ersetzt.

Werke

In Auswahl außerdem: Selbs Justiz, Die Heimkehr, Olga.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.