Autor:Benoîte Groult

Benoîte Groult (1920–2016), in Paris geboren, hat Erotik literarisch und genau geschrieben, nicht als Reißer, und den Körper nicht hinter die Theorie gestellt. Salz auf unserer Haut erzählt dreißig Jahre zwischen einer Pariser Intellektuellen und einem bretonischen Fischer; der französische Titel meint die Gefäße des Herzens. Groult war achtundsechzig, als das Buch erschien. Es wurde ihr bekanntester Roman.

Leben

Tochter des Modeschöpfers André Groult, Journalistin, die Schwester Flora, die Ehen, darunter die mit Paul Guimard. Der Umweg war der Feminismus der siebziger Jahre: Ainsi soit-elle machte sie zur Stimme, die den Frauenkörper nicht mehr entschuldigen ließ; das Salzbuch wandte dieselbe Unerschrockenheit auf eine Liebe der Stände, die keine Ehe werden will. Die Bretagne, die Sommer, das Meer. Sie starb 2016 in Hyères.

Wirkung

Groult hat einen Liebesroman geschrieben, der den Körper ernst nimmt und die Gesellschaft nicht vergisst. Gabrielle und George finden sich über Jahrzehnte, ohne einander einrichten zu können; der Sex ist ausführlich und unsentimental: Schweiß, Salz, Alter. In Frankreich und Deutschland las man das Buch als erotisches Ereignis; die feministische Autorin geriet hinter die Strandszenen zurück, zu Unrecht. Eine Verfilmung von 1992 hat die Bilder geliefert, die das Meer schon bereithielt, und die Länge der Jahre gekürzt.

Der Vorwurf, Groult idealisiere den Fischer und lasse die Intellektuelle an ihm genesen, trifft eine Gefahr des Buches, nicht seine ganze Rechnung: George bleibt eigensinnig, Gabrielle bleibt eitel. Knaur hält das Taschenbuch in vielen Auflagen. Es ist kein Traktat über die Liebe der Stände, sondern die Behauptung, dass dreißig Jahre Begehren eine Biographie sein können, ohne eine Ehe zu werden. Wer das Buch für bloße Erotik hält, hat George nur entkleidet, nicht zugehört.

Werke

In Auswahl außerdem: Ainsi soit-elle, La Touche étoile, Mon évasion.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.