Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland

Matsuo Bashō · 1702 · Erzählung


Das Werk
Deutscher Titel: Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland
Autor(en): Matsuo Bashō
Originaltitel: 奥の細道
Originalsprache: japanisch
Erstveröffentlichung: 1702
Schlagwörter: Honshū, Haiku, Reise, Vergänglichkeit
Sachgebiete: Erzählung
Greifbare Ausgabe
Verlag: Insel


Umfang dieser Ausgabe: 176 Seiten
ISBN: 9783458345121
Verweise


Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland ist das Reisebuch von Matsuo Bashō, 1689 gegangen, 1702 gedruckt, im Original Oku no hosomichi. Bashō und der Begleiter Sora wandern von Edo in den Norden Honshūs, zu den Stationen, die die Dichtung schon kennt, und setzen Haiku unter die Prosa, bis Ort und Vers dieselbe Sache sind. Die deutsche Übersetzung von G. S. Dombrady und anderen erschien bei Insel. Es ist keine Reportage. Es ist die Lehre, dass man geht, um zu sterben und unterwegs zu schreiben.

Inhalt

Der Aufbruch geschieht, weil die Hütte an der Flussmündung nicht mehr hält und weil der Name der schmalen Pfade lockt. Bashō verkauft, verabschiedet, setzt den ersten Vers. Die Stationen: Nikkō, die Barriere von Shirakawa, Hiraizumi, wo die Pracht der Fujiwara-Fürsten Gras geworden ist, das Meer bei Matsushima, das er kaum beschreibt, weil es zu schön ist, Kisakata, die Westküste, der Tempel Eihei, die Ankunft. Sora führt ein nüchterneres Tagebuch; Bashō dichtet die Erinnerung um, lässt weg, setzt ein.

Zwischen den Versen die Müdigkeit, der Regen, die Gastgeber, der Mönch, der Krieger, der das Schwert mit dem Reisigbündel tauscht. Bashō sieht die Schlachtfelder als Kuckucksruf und als Knochen unter dem Moos. Das Hinterland ist nicht wild im Sinne der Entdeckung; es ist kanonisch, und gerade deshalb muss man es noch einmal gehen, mit dem eigenen sterblichen Körper. Das Haiku steht nicht als Schmuck am Rand. Es ist der Halt, an dem die Prosa nicht weiterkann.

Das Buch endet, bevor die Reise ganz zu Ende ist, mit Versen, die den Weg offen lassen. Bashō hat später noch andere Wanderungen geschrieben; diese bleibt die maßgebliche. Wer nur die achtzehn berühmten Haiku sucht, unterschlägt Sora. Wer nur die Erbauung sucht, unterschlägt den Durchfall, den Bashō nicht immer streicht. Die schmalen Pfade sind der literarische Norden Japans; nach Bashō geht man sie als Zitat.

Einordnung

Bashō hat die Reiseliteratur zur Weltform des Haiku gemacht. Neben dem Heike-Monogatari als Kriegsepos steht diese Wanderung als die friedliche, ebenso vom Vergehen handelnde. Wer nach 1702 über japanische Reise, Vergänglichkeit und den Vers in der Prosa spricht, spricht hinter Bashō. Die Übersetzungen streiten um Silben; der Gang bleibt. Saigyō geht im Rücken, ohne dass Bashō ihn kopiert.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.