Aphra Behn, in Kent geboren, hat der englischen Prosa die Kolonie und der Bühne die Frau gegeben, die vom Schreiben lebte. Oroonoko erzählt einen afrikanischen Prinzen in Surinam, den europäische Händler zum Sklaven machen; Virginia Woolf nannte Behn die, von der alle Frauen das Recht zu schreiben ableiten.
Leben
Unsichere Herkunft, eine Reise nach Surinam, Spionagedienst in den Niederlanden für Karl II., Schulden, dann das Theater der Restauration, für das sie Stücke schrieb, weil das Brot knapp war. Der Umweg ist dieser Markt: Behn verdiente mit der Feder, ohne Gönner genug und ohne den Schutz eines Ehemanns, der lange lebte. Sie starb in London und liegt in der Westminster Abbey, nicht in der Dichterecke, an einem Rand, der zum Denkmal wurde.
Wirkung
Behn hat die Sklaverei erzählt, bevor der Abolitionismus eine Partei war, und sie hat sie mit den Mitteln der höfischen Novelle erzählt: Adel, Ehre, Grausamkeit. Oroonoko ist kein Dokument, sondern eine Figur, die den Kolonialhandel als Verrat an der Würde zeigt. Neben Joseph Conrads Herz der Finsternis steht das schmale Buch als frühe Fahrt in dieselbe Zone – ohne Dampfschiff, mit dem Blick einer Frau, die den Handel kannte.
Man hat sie zur Feministin der Restauration und zur Apologetin der Plantagen gemacht. Beides verkürzt. Die Prosa schont den Prinzen und lässt die Folter stehen; die Bühne schont das Parkett nicht. Wer nur die erste Berufsschriftstellerin sucht, unterschlägt den Text. Wer nur den Text sucht, unterschlägt, dass er ohne diesen Beruf nicht da wäre.
Werke
- Oroonoko (1688)
In Auswahl außerdem: The Rover, Love-Letters Between a Nobleman and His Sister.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.