Ansicht von rechts
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Ansicht von rechts |
| Autor(en): | Alain de Benoist |
| Originaltitel: | Vu de droite |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1977 |
| Schlagwörter: | Neue Rechte, Ethnopluralismus, Kultur, Identität |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 600 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Ansicht von rechts – französisch Vu de droite. Anthologie critique des idées contemporaines – erschien 1977 in Paris und erhielt den Preis der Académie française. Alain de Benoist sammelt und kommentiert zeitgenössische Ideen, um der Linken die Deutungshoheit über Kultur, Wissenschaft und Identität zu entreißen. Der Band ist Gründungsbuch der französischen Neuen Rechten: nicht Straßenkampf zuerst, sondern Metapolitik.
Inhalt
De Benoist schreibt gegen den Egalitarismus, den er als christliches und marxistisches Erbe liest, und gegen den Liberalismus, der Menschen in Marktteilnehmer verwandelt. Dagegen stellt er kulturelle Differenz, das Recht der Völker auf Ungleichheit, einen »Ethnopluralismus«, der Trennung als Respekt ausgibt. Biologischer Rassismus des 19. Jahrhunderts wird als grob verabschiedet; an seine Stelle tritt die Kultur als Schicksal. Die Anthologie durchmisst Anthropologie, Biologie, Religion, Politik, mit Zitaten, die das Lager nach rechts öffnen, ohne immer den alten Jargon zu übernehmen.
Der Gestus ist der des gebildeten Kritikers, der Nietzsche, Evola, die deutsche Konservative Revolution und die Humanwissenschaften mischt. Demokratie als Volksherrschaft wird nicht gestrichen, sie wird ethnisch gedacht: Wer dazugehört, entscheidet, was das Volk ist. Einwanderung erscheint als Auflösung, Universalismus als Waffe. Der Preis der Akademie gab dem Projekt den Anschein der Mitte. Die GRECE, die Gruppe um de Benoist, zielte auf Verlage, Zeitschriften, Begriffe – auf die Vorherrschaft im Vorfeld der Parteien.
Unsicher ist, wie weit die Absage an den alten Rassismus trägt. Kritiker lesen den Ethnopluralismus als Rassismus ohne Biologie: dieselben Grenzen, ein neuer Anstrich. De Benoist hat sich später von Front National und grober Fremdenfeindlichkeit distanziert und bleibt Theoretiker einer Rechten, die Kultur gegen Gleichheit stellt. Das Buch von 1977 ist die Quelle, nicht die letzte Fassung.
Einordnung
Neben Evolas Revolte gegen die moderne Welt und den deutschen Stimmen der Konservativen Revolution steht hier die französische Wende: Kampf um Wörter statt um den Marsch. Die Neue Rechte Europas hat Begriffe, Zeitschriften, Denkfabriken aus diesem Geist gebaut. Wer de Benoist nur als Salonfaschisten beschimpft, unterschätzt die Metapolitik. Wer ihn nur als Kulturkritiker rettet, unterschlägt, dass Identität hier Trennung meint und Gleichheit den Feind. Der Schaden liegt nicht in einem Gesetz von 1977, sondern in einer Sprache, die Ausschluss als Vielfalt der Völker ausgibt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.