Anarchismus und andere Essays
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Anarchismus und andere Essays |
| Autor(en): | Emma Goldman |
| Originaltitel: | Anarchism and Other Essays |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1910 |
| Schlagwörter: | Anarchismus, Ehe, Rede, Verweigerung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Erscheinungsort: | Anarchism and Other Essays |
| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Anarchismus und andere Essays (englisch Anarchism and Other Essays) ist der 1910 in New York erschienene Essayband Emma Goldmans. Goldman setzt die Anarchie nicht zuerst als Ökonomie, sondern als Recht, zu leben, zu reden, zu lieben, den Krieg zu verweigern. Das Buch ist die öffentlichkeitsfähigste amerikanische Schrift des Anarchismus vor dem Krieg – Katechismus in Aufsätzen.
Inhalt
Der titelgebende Essay bestimmt Anarchie als Freiheit ohne Herrschaft, gegen das Vorurteil, sie sei Bomben und Chaos. Weitere Stücke gelten der Ehe als Besitzverhältnis, der Prostitution als Kehrseite der Ehrbarkeit, dem Wahlrecht, das Frauen an denselben Staat bindet, den Goldman verwirft, dem Patriotismus als Schule des Tötens, den Prisons als Fortsetzung der Fabrik. Der Ton ist der der Rede, die Goldman auf Touren gehalten hat: Beispiel, Spott, der Satz, der die Halle trägt.
Gegen Kropotkins Naturgeschichte setzt sie das Leben in den Städten der Einwanderer; gegen Stirners Einzigen die Solidarität, die nicht Herrschaft werden darf. Berkman steckt in den Seiten über Gewalt und Haft, ohne dass das Buch eine Apologie der Propaganda der Tat wäre. Goldman kennt die Gewalt und misstraut ihr, sobald sie Methode wird. Unsicher bleibt das Verhältnis von individueller Revolte und gemeinsamer Ordnung. Die Essays wollen beides und lösen es nicht.
Die Wirkung lag in der amerikanischen Öffentlichkeit, die sie zur gefährlichsten Frau erklärte, und in der späteren Frauenbewegung, die den Text oft als Vorläufer las, ohne die Absage an den Staat mitzunehmen. Wer nur die Ikone kennt, hat die Ehekapitel nicht gelesen. Wer nur den Feminismus rettet, unterschlägt den Anarchismus, der das Buch trägt.
Einordnung
Neben Berkmans ABC und Kropotkins Hilfe ist Goldman die Stimme, die Intimität zur Politik macht. Wer nach 1910 über Anarchie als Lebensform spricht, spricht hinter diesen Essays. Die Bookpedia braucht den Titel, weil der Schriftenkreis sonst männlich und ökonomisch bliebe. Die Abschiebung von 1919 gehört zur Wirkung, nicht zur Widerlegung.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Der Anarchismus in zehn Büchern (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.