Autor:Alfred Döblin
Alfred Döblin (1878–1957), in Stettin geboren, hat Berlin eine Sprache gegeben, die den Großstadtroman des 20. Jahrhunderts trägt. Berlin Alexanderplatz ist nicht das Porträt eines Mannes, sondern der Lärm, der ihn überrennt.
Leben
Sohn eines jüdischen Schneiders, der die Familie verließ; aufgewachsen in Berlin, Arzt im Osten der Stadt, wo die Sprechstunde das Material lieferte. 1933 Flucht über Zürich und Paris, später die Vereinigten Staaten; 1941 Übertritt zum Katholizismus. 1945 kehrte er als französischer Kulturoffizier zurück und fand ein Publikum, das den Emigranten nicht wollte. Er starb in Emmendingen. Die Doppelung – Arzt und Erzähler – ist bei ihm keine Anekdote, sie ist das Ohr für den Alexanderplatz.
Wirkung
Der Roman von 1929 hat Montage, Bibelton, Zeitung, Wetterbericht und den Jargon der Hinterhöfe in einen einzigen Satzstrom gezwungen. Franz Biberkopf will anständig bleiben und wird von der Stadt zerlegt; das ist Naturalismus, den die Moderne zerschneidet. James Joyce war das Vorbild, das Döblin nicht nachahmte, sondern in die Gasanstalt und die S-Bahn versetzte.
Nach 1945 stand er im Schatten der Jüngeren und der Sauberen. Günter Grass hat sich zu ihm bekannt, die Germanistik ihn lange als Experimentator geführt, das breite Lesen ihn auf den einen Titel verengt. Verfilmungen von Jutzi bis Fassbinder haben Biberkopf sichtbar gemacht und den Lärm oft gezähmt. Die späteren Epen – China, Wallenstein, das Exil – warten neben dem Platz, der seinen Namen trägt.
Werke
- Berlin Alexanderplatz (1929)
In Auswahl außerdem: Die drei Sprünge des Wang-lun, Wallenstein, Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.