Alain Badiou, in Rabat geboren, hat die Ontologie der Mathematik übergeben und das Subjekt als Treue zu einem Ereignis bestimmt, das im Sein nicht vorgesehen war. Das Sein und das Ereignis ist das Systembuch dieser Behauptung.
Leben
Marokko, die École normale, der Maoismus nach 1968, Vincennes, die École normale als Lehrer: Der Umweg ist die Politik, nicht der Seminarstuhl allein. Wer die Menge als Sein liest, braucht ein Ereignis, das die Lage sprengt – Liebe, Kunst, Wissenschaft, Politik –, sonst bleibt nur Verwaltung des Seienden. Er lebt in Paris. Die Sätze mischen Formel, Theater und Parteisprache.
Wirkung
Badiou hat gegen die Rede vom Ende der Metaphysik und gegen den Vorrang der Differenz eine Ontologie der reinen Vielfalt gesetzt. Wahrheit ist selten; sie ist die Prozedur, die einem Ereignis die Treue hält. Das Subjekt ist nicht Substanz und nicht leere Stelle, sondern diese Treue. Die französische Theorie nach den siebziger Jahren hat daran eine Alternative zu Heidegger und zur Dekonstruktion gefunden, oft im Streit.
Die Kritik nannte die Mathematik eine Metapher mit Beweisgestus und die Politik eine Romantik des Bruchs. Wer Badiou nur als Maoisten führt, unterschlägt die Mengentheorie. Wer nur das System nimmt, unterschlägt, dass ohne Mai 68 das Ereignis bei ihm nicht diese Härte hätte. Geblieben ist die Weigerung, Wahrheit an Konsens oder an das Seiende zu verkaufen.
Werke
- Das Sein und das Ereignis (1988)
In Auswahl außerdem: Logiken der Welten, Paulus. Die Begründung des Universalismus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.