Wolf Jobst Siedler, in Berlin geboren und dort gestorben, hat dem westdeutschen Wiederaufbau das Bild des Mordes gegeben: nicht an Menschen zuerst, an Straße, Platz, Putte und Baum. Die gemordete Stadt bleibt das Buch, mit dem die Republik ihren Verkehr und ihren Abriss als Verlust lesen lernte.
Leben
Berlin, die Freie Universität, der Journalismus, Propyläen, 1980 der eigene Verlag: Der Umweg ist das Haus, das Zeitgeschichte als Streitbuch wollte. Wer Die gemordete Stadt als Abgesang geschrieben hat, gründet später den Siedler-Verlag, in dem Debatten Auflage werden. 2013 der Tod in Berlin. Die Stadt, die er beklagte, blieb sein Ort.
Wirkung
Siedler hat, mit Elisabeth Niggemeyers Photographien, den Wiederaufbau aus der Erfolgsgeschichte in die Anklage geholt. Die Schneise, das parkende Auto, die verschwundene Fassade: das Buch von 1964 hat der Denkmalpflege und der späteren Kritik am autogerechten Berlin Bilder geliefert, die Aufsätze nicht ersetzten. Der Affekt ist konservativ; die Wirkung war öffentlich.
Gelesen wird er als Nostalgiker und als Retter des Stadtbildes. Die Junge Freiheit hat ihn später umworben; das ändert das Buch von 1964 nicht in ein Parteiprogramm. Wer nur Restauration hören will, unterschlägt, dass hier eine Moderne angeklagt wird, die den öffentlichen Raum als Rest behandelte. Wer nur den Verleger kennt, unterschlägt den Autor, der zuerst die Stadt beweinte, die sein Haus später als Geschichte verkaufte.
Werke
- Die gemordete Stadt (1964)
In Auswahl außerdem: Die verordnete Gemütlichkeit, Ein Leben wird besichtigt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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