Wendy Brown (geb. 1955), in den Vereinigten Staaten geboren, hat den Neoliberalismus als Form der Demokratiezerstörung gelesen, nicht nur als Wirtschaftspolitik. Die schleichende Revolution zeigt, wie der Markt das Volk als Souverän aushöhlt.
Leben
Politische Theorie, Berkeley, die Lektüre Marx’, Foucaults, der feministischen Kritik. Der Umweg über den amerikanischen Kulturkampf erklärt das Werk: Wer gesehen hat, wie Freiheit zur Selbstverantwortung wird und der Demos zur Firma, schreibt keine bloße Kapitalismuskritik. Brown lehrt in Berkeley. Die Prosa bleibt scharf, die Diagnose öffentlich.
Wirkung
Brown hat die Aushöhlung des Volkes zur Formel gemacht: nicht der Putsch, die schleichende Umstellung der Staatsräson auf Wettbewerb. Rechte werden zu Humankapital, Bürger zu Investoren in sich selbst. Die politische Theorie nach 2015 hat das Buch als Schlüssel der Trump-Jahre gelesen, oft grober als es ist.
Die Kritik nennt das zu düster, zu wenig Klasse im alten Sinn, zu kalifornisch. Wer Brown nur als Gegnerin des Marktes liest, unterschlägt die demokratietheoretische Pointe. Wer nur Michel Foucault kennt, unterschlägt, dass hier die Biopolitik zur Volksauflösung wird.
Werke
- Die schleichende Revolution (2015)
In Auswahl außerdem: States of Injury, Walled States, Waning Sovereignty.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.