Autor:Torquato Tasso

1544 1595
Dichter · Literatur · Geschichte · 16. Jahrhundert
LiteraturGeschichte


Torquato Tasso, in Sorrent geboren, hat dem christlichen Epos die höfische Liebe und die Zweifel des Glaubens eingeschrieben. Das befreite Jerusalem erzählt die Eroberung der heiligen Stadt, als wären Rittertum, Zauberei und Gewissensnot dieselbe Schlacht.

Leben

Hof von Ferrara, der Vater im Exil, frühe Gelehrsamkeit, dann Jahre in der Zelle des Hospitals Sant’Anna, weil der Herzog den Dichter für wahnsinnig hielt. Der Umweg ist diese Haft: Das Epos war fast fertig, bevor die Angst vor der Inquisition und vor dem eigenen Vers es umschrieb. Rom, der Lorbeer, den er nicht mehr recht tragen wollte, der Tod in Sant’Onofrio. Goethe hat aus diesem Leben ein Trauerspiel gemacht; das Gedicht ist härter als die Legende.

Wirkung

Tasso hat Vergil und Ariost in ein frommes Epos gezwungen, das fromm nicht bleibt. Gottfried von Bouillon soll Jerusalem nehmen; Tancred liebt die feindliche Clorinda, Rinaldo versinkt in Armidas Garten. Die Befreiung der Stadt ist der Auftrag, die Verzögerung ist das Gedicht. Damit steht das christliche Heldengedicht neben der Göttlichen Komödie nicht als Jenseitsordnung, sondern als irdischer Krieg, in dem das Wunder und die Leidenschaft denselben Rang haben.

Man hat ihn zum kranken Genie und zum Gegenbild Ariosts gemacht. Die Schule las die Frömmigkeit, die Romantik den Wahnsinn. Was bleibt, sind die Strophen, in denen ein Ritter die Geliebte tötet, ohne sie zu erkennen, und die Stadt fällt, ohne dass der Zweifel schweigt. Wer nur den Kreuzzug sucht, hat Armida nicht gelesen.

Werke

In Auswahl außerdem: Aminta, Das befreite Jerusalem erobert.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.