Autor:Theodor Nöldeke

1836 1930
Orientalist · Geschichte · Wissenschaft · 19./20. Jahrhundert
GeschichteWissenschaft


Theodor Nöldeke (1836–1930), in Harburg geboren und in Karlsruhe gestorben, hat den Koran in eine Geschichte der Offenbarung nach Suren geordnet. Die Geschichte des Qorans von 1860 ist das Organon der europäischen Koranphilologie – parteilich, gründlich, lange die Folie jeder Datierung.

Leben

Hamburg, Göttingen, die Lehrstühle in Kiel und Straßburg, die Semitistik als Lebensform. Der Umweg ist Wellhausen nebenan: dieselbe Generation zerlegte Tora und Koran mit demselben Handwerk, ohne dieselben Gemeinden vor sich zu haben. Nöldeke blieb Orientalist, als Straßburg deutsch und wieder französisch wurde. Er starb in Karlsruhe, fast fünfundneunzig.

Wirkung

Nöldeke hat mekkanische und medinensische Suren in Perioden gelegt, an denen sich die Forschung abarbeitete. Die muslimische Tradition hatte ihre eigene Reihenfolge der Offenbarung; er setzte die europäische dagegen. Spätere Philologie – Neuwirth, die Koranforschung der Spätantike – hat verschoben, ohne die Frage zu streichen, dass der eine Text eine Geschichte hat.

Wer ihn nur als Kolonialphilologen entsorgt, unterschlägt das Handwerk, das Varianten und Reihenfolge ernst nahm. Wer nur den Meister rettet, unterschlägt den Blick, der den Islam als Gegenstand, nicht als Gesprächspartner nahm. Die Schließung des Korans als historisches Problem beginnt im deutschen 19. Jahrhundert bei ihm.

Werke

In Auswahl außerdem: die syrische Grammatik, Arbeiten zur persischen Überlieferung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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