Autor:Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht (geb. 1969), in Jena geboren, hat der deutschen Linken den Streit um Klasse und Lebensstil als Kampfschrift gegeben. Die Selbstgerechten von 2021 macht aus einer innerparteilichen Abrechnung ein öffentliches Programm – und hat die Spaltung, die es den anderen vorwirft, in der eigenen Partei vollzogen.
Leben
Tochter einer deutschen Mutter und eines iranischen Vaters, der früh verschwand; Kindheit in der DDR, 1989 Eintritt in die SED. Der Umweg ist nicht das Mandat, sondern die Wendung der Publizistin: lange Stimme der Kommunistischen Plattform in PDS und Linkspartei, Europaparlament, Bundestag, dann das Buch, das die akademische Linke als Linke des Lebensstils angreift. 2023 Austritt, Gründung des Bündnisses Sahra Wagenknecht. Sie schreibt auf Deutsch in der Politik, nicht im Seminar.
Wirkung
Wagenknecht hat Begriffe verschoben: Lebensstil-Linke, linkskonservativ, Gemeinsinn gegen moralische Überlegenheit ohne Umverteilung. Das Buch setzt Jeremy Corbyn und Jean-Luc Mélenchon gegen Vielfalt, offene Grenzen und Klimaschutz als Ersatz der Klassenpolitik. Es hat die soziale Frage zurückgerufen und sie gegen Zuwanderung, Herkunftsstreit und akademische Milieus ausgespielt. Die Spiegel-Liste der Sachbücher hat das zum Verkaufserfolg gemacht.
Gelesen wurde es als Analyse und als Kriegserklärung. Innerhalb der Linkspartei als Absage an junge Wähler, in Feuilletons mal als gehaltvollste Politikerprosa, mal als Selbstgerechtigkeit der Form. Die Sammelbewegung danach hat den Text zur Gründungsurkunde gemacht. Wer nur die Polemik gegen die Bessergebildeten nimmt, unterschlägt die ältere Forderung nach Umverteilung; wer nur die soziale Frage rettet, unterschlägt, wie scharf hier Klima, Herkunft und Geschlecht gegeneinander verrechnet werden.
Werke
- Die Selbstgerechten (2021)
In Auswahl außerdem: Freiheit statt Kapitalismus, Reichtum ohne Gier.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.