Autor:Rolf Hochhuth

1931 2020
Schriftsteller · Literatur · Politik · 20./21. Jahrhundert
LiteraturPolitik


Rolf Hochhuth, in Eschwege geboren, hat dem Nachkriegstheater den Papst als Angeklagten geliefert und damit eine Debatte erzwungen, die die Kirche nicht mehr schließen konnte. Der Stellvertreter ist das christliche Trauerspiel, das Pius XII. nicht als Heiligen der Diplomatie stehen lässt.

Leben

Buchhändler, Lektor, dann das freie Schreiben, das die Archive in Dialoge zwang. Der Umweg war das Dokument: Hochhuth las Akten, Zeugen, Fußnoten und baute daraus Stücke, die das Parkett zur Gerichtsverhandlung machten. Nach dem Stellvertreter kamen Churchill, die Juristen der Bundesrepublik, später Texte, die nach rechts drifteten und den frühen Ruhm verzehrten. Er starb in Berlin.

Wirkung

Hochhuth hat 1963 gezeigt, dass die Bühne einen lebenden Amtsträger belasten kann, ohne ihn zu karikieren: Der Papst spricht, und sein Sprechen ist das Schweigen zu den Transporten. Erwin Piscator hat die Uraufführung zur Staatsaffäre gemacht; Verbote, Drohungen und Gegengutachten folgten. Das Dokumentartheater der sechziger Jahre hat an diesem Skandal gelernt, dass Fußnoten die Empörung nicht dämpfen, sondern verschärfen.

Man hat ihn zum Moralisten der Nation und zum Querulanten gemacht, der jede spätere These so laut vertrat wie die erste. Die erste bleibt die, die zählt. Wer nach Hochhuth über Pius XII. spricht, ohne die öffentliche Stimme zu prüfen, die 1942 ausblieb, weiß die Kontroverse und weiß sie nicht. Das Stück weiß sie als Anklage. Es beschönigt den Heiligen Stuhl nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Soldaten, Juristen, Eine Liebe in Deutschland.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.