Autor:Rainer Mausfeld

Rainer Mausfeld (geb. 1949), in Iserlohn geboren, hat als Kieler Wahrnehmungspsychologe die repräsentative Demokratie als Wahloligarchie beschrieben. Warum schweigen die Lämmer? von 2015 überträgt Laboreinsichten auf Medien und Macht und wurde zum Verkaufserfolg einer Streitschrift, deren Reichweite die Fachkritik überstieg.

Leben

Psychologie, Mathematik und Philosophie in Bonn, die Habilitation über Wahrnehmung, 1993 der Lehrstuhl in Kiel, 2016 die Emeritierung. Der Umweg ist das Labor: Wer untersucht, wie der Geist Schwachstellen hat, sieht in Nachricht und Angst dieselben Filter. Mitglied der Leopoldina, Arbeiten zur Farbkonstanz, dann, spät, die politische Schrift gegen eine Ordnung, die Beteiligung vortäuscht, während die Macht in Wirtschaft und vorpolitische Räume gewandert sei. Er lebt als Emeritus.

Wirkung

Mausfeld hat das Vokabular der Meinungslenkung popularisiert: Zerlegung von Zusammenhängen, Umdeutung, die unsichtbar gemachte Macht. Er stützt sich auf Noam Chomsky, Ingeborg Maus und Joseph Schumpeters realistische Demokratietheorie, verdreht zu dem Vorwurf, Freiheit sei zur Bewegungsfreiheit der Besitzenden geschrumpft. Die Wahrnehmungspsychologie liefert die Pointe: Techniken wirken unterhalb der Schwelle, sonst wirken sie nicht.

Die Kritik nannte das schematisch und mitunter anschlussfähig für Empörung von rechts. Michael Butter sah populistische und verschwörungstheoretische Züge; Daniela Dahn den Scharfsinn, der die Behauptung totaler Geschlossenheit selbst widerlege, weil das Buch existiere. Wer Mausfeld nur als Entlarver der Medien liest, unterschlägt die ältere Demokratiekritik, die er zusammenzieht. Wer ihn als Beweis unsichtbarer Eliteherrschaft nimmt, überzieht eine Streitschrift zum System.

Werke

In Auswahl außerdem: Angst und Macht, Hybris und Nemesis.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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