Autor:Philipp Sarasin

1956
Historiker · Geschichte · Gesellschaft · 20. Jahrhundert
GeschichteGesellschaft


Philipp Sarasin, 1956 geboren, hat ein einzelnes Jahr zur Schwelle der Gegenwart gemacht. 1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart erzählt RAF, Punk, Disco, Menschenrechte und Computer als denselben Riss im Allgemeinen der industriellen Moderne.

Leben

Studium der Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Basel und Heidelberg, die Promotion in Basel, Paris an der École des hautes études en sciences sociales, die Habilitation, dann Zürich. Der Umweg ist Foucault: Wer den Körper und das Wissen als Geschichte gelesen hat, schreibt 1977 nicht als Chronik, sondern als epistemischen Schnitt. Er ist emeritierter Professor für Neue Allgemeine Geschichte an der Universität Zürich und Mitherausgeber des Magazins Geschichte der Gegenwart.

Wirkung

Sarasin hat der Zeitgeschichte das Schwellenjahr als Form gegeben, die das Jahrzehnt nicht braucht: fünf Nekrologe, nur zeitgenössische Quellen, die Behauptung, dass 1977 unsere Gegenwart schon enthält. Das Buch hat Feuilleton und Seminar zugleich erreicht, weil es Disco und neoliberale Ökonomie in einem Atemzug hält.

Die Kritik nennt den Kunstgriff zirkulär: Wer die Gegenwart ins Jahr 1977 legt, findet sie dort. Wer Sarasin nur als Foucault-Schüler liest, unterschlägt die erzählerische Montage. Wer nur die Montage sucht, unterschlägt, dass der Zerfall des Allgemeinen die These ist, nicht die Pointe.

Werke

In Auswahl außerdem: Reizbare Maschinen, Anthrax.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

Weitere Autoren in Geschichte entdecken Weitere Autoren in Gesellschaft entdecken