Autor:Peter Weiss
Peter Weiss (1916–1982), in Nowawes bei Potsdam geboren, hat dem Widerstand die Form eines Blocks gegeben, in dem Kunstbetrachtung, Parteigeschichte und Biographie nicht auseinanderfallen. Die Ästhetik des Widerstands führt von 1975 bis 1981 vor den Pergamonaltar, nach Spanien, ins Stockholmer Exil und an das Fallbeil; der Roman blieb Maß und Ungetüm.
Leben
Jüdische Familie, Prag, London, der Krieg, Schweden als Bürgerrecht und als Sprache der Bühne. Der Umweg war die Malerei und das Dokumentartheater: Auschwitz als Ermittlung, Marat als Stück im Irrenhaus, dann der Roman als Lebenswerk, das die Toten nachträgt. Weiss hat die Partei nicht verlassen und sie nicht geschont. Er starb in Stockholm.
Wirkung
Weiss hat den linken Roman nach 1945 auf die Frage gestellt, welche Form der Widerstand braucht, ohne die Herrschaft im Sehen zu wiederholen. Der namenlose Erzähler liest den Fries, geht in die Brigaden, sitzt bei Bertolt Brecht am Arbeitstisch, hört die Briefe aus Plötzensee. Der Satzfluss ohne Ruhe erzwingt ein Mitgehen, das dem illegalen Gespräch näher ist als dem Kapitelroman. Herakles kehrt wieder, nicht als Sieger, sondern als der, der den Mist mistet.
Die Linke las das Buch als Schulbuch der Solidarität, die Literaturkritik als Essay und Fabel in einem. Beides trifft. Dass es einem kleinen Kreis heilig blieb und der großen Leserschaft fern, liegt an der Schwierigkeit, nicht am Gegenstand. Auf der Bühne blieben Marat/Sade und Die Ermittlung sichtbarer. Wer nach Weiss über Kunst und Politik spricht, ohne diesen Block, spricht an der schwersten deutschen Prosa der Nachkriegszeit vorbei.
Werke
- Die Ästhetik des Widerstands (1981)
In Auswahl außerdem: Die Ermittlung, Abschied von den Eltern, Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.