Autor:Paul Feyerabend

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Paul Feyerabend (1924–1994), in Wien geboren, hat der Wissenschaft die eine bindende Methode bestritten. Wider den Methodenzwang von 1975 sagt, Fortschritt entstand oft gegen die Regeln, die hinterher als seine Bedingung ausgegeben wurden; die Losung, alles sei zulässig, ist Arznei, nicht Freibrief.

Leben

Arbeiterviertel, Teleskop, Gesang, dann der Krieg: Leutnant an der Ostfront, drei Kugeln, eine in die Wirbelsäule, lebenslang die Krücke. Physik und Philosophie in Wien, Stipendium bei Karl Popper in London, Dozentur in Bristol, ab 1958 Berkeley, später auch Zürich. Der Umweg ist dieser Lehrer: Feyerabend übersetzte Poppers offene Gesellschaft und wurde deren schärfster Gegner in der Wissenschaftslehre. Die geplante Streit- und Verteidigungsschrift mit Imre Lakatos zerschlug Lakatos’ Tod; Feyerabend veröffentlichte seinen Teil allein. Er starb in Genolier am Genfersee, die Lebensbeschreibung auf dem Sterbebett vollendet.

Wirkung

Feyerabend hat gezeigt, dass es keine allgemeingültige Methode gibt, die Forschung leitet, ohne sie zu fesseln. Galilei siegte nicht, weil die Beobachtungen besser passten, sondern weil Redekunst, neue Werkzeuge und Regelbruch zusammenkamen. Gegeninduktion – das Arbeiten mit Hypothesen, die den anerkannten Tatsachen widersprechen – ist in dieser Erzählung kein Unfall. Unvergleichbarkeit, im Gespräch mit Thomas S. Kuhn, heißt: Maßstäbe sind selbst geschichtlich. Die Losung, alles sei zulässig, sagt, dass jedes Prinzip irgendwann dem Fortschritt im Weg stand. Erkenntnis für freie Menschen zog daraus die politische Folgerung: die Fachleute dürfen die Bürger nicht bevormunden.

Die Zunft las Relativismus und Beliebigkeit. Feyerabend hat beides mal zugespitzt, mal zurückgenommen und die Physik nie für ein Märchen erklärt. Die Heftigkeit der Ablehnung isolierte ihn; er nannte das Buch später verwünscht. Geblieben ist die historische Wende der Wissenschaftstheorie neben Popper, Kuhn und Lakatos: der Blick auf die Praxis gegen die Vorschrift. Wer Feyerabend nur als Feind der Vernunft nimmt, unterschlägt die Lehrstücke. Wer nur Galilei rettet, unterschlägt die Polemik gegen den Methodenzwang der Philosophie.

Werke

In Auswahl außerdem: Erkenntnis für freie Menschen, Zeitverschwendung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.