Autor:Paul Eltzbacher

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Paul Eltzbacher (1868–1928), in Köln geboren, hat den Anarchismus aus der Polizeisprache geholt und zur Ideengeschichte gemacht. Der Anarchismus von 1900 vergleicht sieben Lehren, ohne zu werben; später schrieb derselbe Jurist für einen deutschen Bolschewismus der Niederlage.

Leben

Jüdische Familie, Rechtsstudium in Heidelberg, Straßburg, Leipzig und Göttingen, Referendar, Promotion in Halle über Rechtsbegriffe, Habilitation mit der Anarchismus-Schrift. Bis 1912 Briefwechsel mit Pjotr Kropotkin, Benjamin Tucker und Gustav Landauer. Professur an der Berliner Handelshochschule, Lehrbücher des bürgerlichen Rechts. Der Umweg ist 1918: Aus der distanzierten Vergleichung wurde Agitation. Der Bolschewismus und die deutsche Zukunft von 1919 verlangt die entschädigungslose Verstaatlichung und versöhnt Nation mit sozialistischer Herrschaft; Eltzbacher saß für die Deutschnationalen in der Nationalversammlung. Er starb in Berlin.

Wirkung

Eltzbacher hat Anarchismus als Reihe von Lehren über Recht, Staat und Eigentum bestimmt, nicht als Attentat. Godwin, Proudhon, Stirner, Bakunin, Kropotkin, Tucker, Tolstoi: jeweils die Frage, was bleibt, wenn Herrschaft wegfällt. Die Nüchternheit machte den Band für Leser jenseits der Bewegung brauchbar und für die Bewegung zitierbar, weil er sie ernst nahm. Übersetzungen trugen das Schema um die Welt. In einer Zeit, die die anarchistische Gefahr beschwor, war das eine wissenschaftliche Tat.

Die Nachwelt hat den frühen Band kanonisiert und den späten oft verschwiegen. Beides gehört zu demselben Mann: der Jurist, der Lehren klassifiziert, und der Nationalist, der nach Versailles das Sowjetmodell für Deutschland wollte. Man hat ihn zum Vorläufer des Nationalbolschewismus gemacht. Wer Eltzbacher nur als Standardwerk des Anarchismus führt, unterschlägt die Kehre. Wer nur die Kehre nimmt, unterschlägt, dass das Buch von 1900 gerade durch Distanz wirkt. Die Privatbibliothek steht heute in Tokio.

Werke

In Auswahl außerdem: Über Rechtsbegriffe, Der Bolschewismus und die deutsche Zukunft.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.