Autor:Nikolaus von Kues

1401 1464
Philosoph · Philosophie · Wissenschaft · 15. Jahrhundert
PhilosophieWissenschaft


Nikolaus von Kues, in Kues an der Mosel geboren und in Todi gestorben, hat das Unendliche in Gott so ernst genommen, dass die Schulbegriffe der Gegensätze davor zusammenfallen. Die belehrte Unwissenheit ist das Buch dieser Einsicht: wissen, dass man Gott nicht weiß, und das als Wissen fassen.

Leben

Kaufmannssohn, Recht in Padua, Pfarrer, Gesandter nach Konstantinopel, 1448 Kardinal, Bischof von Brixen im Streit mit dem Herzog. Der Umweg ist die Reise: zwischen Lateinern und Griechen, auf dem Schiff die Idee der belehrten Unwissenheit. Er starb auf dem Weg nach Ancona, der Leib kam nach Kues in das Hospital, das er gestiftet hatte. Die Spekulation blieb Amtsgeschäft und Gebet.

Wirkung

Cusanus hat Maximum und Minimum in Gott zusammenfallen lassen und die Welt als Entfaltung ohne festen Mittelpunkt gedacht. Die Erde ein Stern unter Sternen: Das reicht in die neue Astronomie, ohne sie schon zu sein. Die Koinzidenz der Gegensätze ist Theologie, nicht nur Geometrie.

Die Renaissance las ihn als Befreier vom Aristotelismus; die Schule hielt ihn für dunkel. Wer nur den Vorläufer des Nikolaus Kopernikus nimmt, unterschlägt Christus als konkretes Maximum. Wer nur den Mystiker nimmt, unterschlägt die mathematischen Gleichnisse, die das Argument tragen. Das Buch von 1440 bleibt die Schwelle.

Werke

In Auswahl außerdem: De coniecturis, De pace fidei, Idiota de mente.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.