Autor:Miguel A. De La Torre

1958

Miguel A. De La Torre (* 1958), in Havanna geboren und als Säugling in die Vereinigten Staaten geflohen, hat der Befreiungstheologie die Hoffnung als Trost der Sieger genommen. Die Hoffnungslosigkeit umarmen von 2017 verlangt, die Gegenwart als Hölle zu nehmen und trotzdem zu handeln, ohne Heilsgeschichte.

Leben

Kubanische Herkunft, Kindheit in Miami zwischen katholischer Schule und Santería, dann Immobilienmakler und erfolglose Kandidatur für das Parlament Floridas. Der Umweg ist dieser Ausstieg: aus dem Geschäft in das Southern Baptist Theological Seminary, die Gemeinde, die Promotion in Sozialethik an der Temple University. Seit der Jahrtausendwende lehrt er an der Iliff School of Theology in Denver, ordiniert, hispanoamerikanisch, auf die Ränder der Vereinigten Staaten verpflichtet. Die Trilogie, die mit einer lateinamerikanischen Sozialethik gegen europäisches Moraldenken begann, schließt mit der Hoffnungslosigkeit.

Wirkung

De La Torre hat Hoffnung, die auf eine gelenkte Heilsgeschichte setzt, als Hindernis der Praxis beschrieben. Wer das Kommende schon besitzt, beruhigt die, die nicht leiden, und verpflichtet die Leidenden auf Geduld. Dagegen steht die befreiende Tat im Jetzt, auch wo die Niederlage wahrscheinlicher ist als das Gelingen, und eine Ethik des Störens, die die Ordnung nicht heiligspricht. Die Orte des Buches – die entmilitarisierte Zone in Korea, Sand Creek, Dachau, Charleston, die mexikanische Grenze – binden die These an Körper, nicht an Dogmatik. Gegen Jürgen Moltmanns Theologie der Hoffnung und Hegels Geschichtsphilosophie steht hier die Absage an den Fortschritt, der Leiden nachträglich rechtfertigt.

Die Aufnahme war geteilt. Seelsorge hat eingewandt, Gemeinden bräuchten Zuspruch, nicht nur den Befehl, die Hölle anzunehmen; Prozessdenker haben Hoffnung und Hoffnungslosigkeit zu versöhnen versucht. Innerhalb der Theologie nach der Kolonialherrschaft ist das eine Spitze, kein Konsens. Die Gefahr ist, aus der Absage an Heilsgeschichte eine neue Lehre zu machen, die wieder weiß, was die Unterdrückten zu fühlen haben. Wer nach 2017 über Hoffnung, Befreiung und die Geduld der Sieger spricht, spricht hinter diesem Band oder gegen ihn.

Werke

In Auswahl außerdem: Reading the Bible from the Margins, The Politics of Jesús, Doing Christian Ethics from the Margins.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.