Martha Nussbaum, in New York geboren, hat die Gerechtigkeit an das gute Leben zurückgebunden: nicht an den Nutzen und nicht an das nackte Recht, sondern an Fähigkeiten, ohne die ein menschliches Leben nicht gelingt. Gerechtigkeit oder Das gute Leben hat diese aristotelische Auskunft im deutschen Sprachraum gesammelt.
Leben
New York, Harvard, Brown, Chicago: Der Umweg ist die Antike, nicht die Wohlfahrtsökonomie. Wer Aristoteles’ Lehre vom Gelingen ernst nimmt und mit Amartya Sen die Freiheit als Vermögen liest, schreibt Listen, die Staaten prüfen lassen, ob Menschen essen, lernen, politisch sprechen und ohne Scham auftreten können. Sie lehrt in Chicago. Die Prosa ist klar, die Beispiele oft rechtlich, die Gegner namentlich.
Wirkung
Nussbaum hat den Fähigkeitenansatz gegen den Utilitarismus und gegen eine Gerechtigkeit gesetzt, die das Gute als Privatsache behandelt. Emotionen sind für sie nicht das Andere der Vernunft; Scham, Mitleid, Empörung gehören zur Urteilsbildung. Der politische Liberalismus soll dadurch nicht fallen, sondern an Körper, Geschlecht und globale Armut anschlussfähig werden.
Die Kritik nannte die Liste westlich, paternalistisch, zu fertig für eine offene Gesellschaft. Wer Nussbaum nur als Gegnerin von John Rawls führt, unterschlägt, dass sie seinen Liberalismus umbauen, nicht zerschlagen will. Wer sie nur als Aristotelikerin führt, unterschlägt Sen und das Recht. Geblieben ist die Zumutung, Gerechtigkeit an dem zu messen, was Menschen wirklich tun und sein können.
Werke
In Auswahl außerdem: Die Grenzen der Gerechtigkeit, Gerechtigkeit für Tiere.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.