Lew S. Wygotski, in Orscha geboren und in Moskau arbeitend, hat Denken und Sprechen als Geschichte gelesen, nicht als zwei Vermögen, die einander abbilden. Denken und Sprechen von 1934, im Todesjahr vollendet, ist das Buch, nach dem die Sprache das Denken formt, bevor das Kind sie als Werkzeug beherrscht.
Leben
Gomel, Literatur, Psychologie, die Moskauer Institute der zwanziger Jahre, die Defektologie, die Arbeit mit Kindern, deren Entwicklung die Lehrbücher nicht vorsahen. Der Umweg ist die Revolution: Wer den Menschen als gesellschaftliches Wesen nimmt, nimmt auch das Innere als verinnerlichte Außenwelt. Die Tuberkulose, das Verbot nach seinem Tod, die späte Wiederkehr im Westen. Er starb in Moskau, achtunddreißigjährig. Piaget war der Gegner, den er brauchte; Jean Piaget hat ihn später gelesen.
Wirkung
Wygotski hat die Zone der nächsten Entwicklung gegen die Messung dessen gesetzt, was das Kind allein schon kann. Lernen zieht Entwicklung nach, wo die Schule es ernst meint; Entwicklung wartet nicht als Reifung ab. Denken und Sprechen kreuzen sich, sie fallen nicht zusammen. Die westliche Pädagogik hat ihn in den siebziger Jahren entdeckt und oft zur Formel des unterstützten Lernens verdünnt.
Gelesen wird er als Gegen-Piaget und als Kronzeuge der Kultur. Wer nur die Zone kennt, unterschlägt das Sprachbuch. Wer nur den Sowjetpsychologen meint, unterschlägt, dass das Argument gegen den inneren Monolog als fertige Vernunft zielt, nicht auf ein Parteiprogramm.
Werke
- Denken und Sprechen (1934)
In Auswahl außerdem: die Arbeiten zur Defektologie, die Psychologie der Kunst.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.