Autor:Leonhard Euler

Leonhard Euler (1707–1783), in Basel geboren, hat der Mathematik die Sprache gegeben, in der sie seither rechnet: Funktion, die Zahl e, eine Fülle von Sätzen, deren Sammlung sechsundsiebzig Bände füllt. Die Briefe an eine deutsche Prinzessin von 1768 zeigen denselben Kopf als Lehrer: Physik und Philosophie für eine Leserin am Hof, ohne den Anspruch, sie zur Fachfrau zu machen.

Leben

Pfarrhaus in Riehen, Universität Basel mit dreizehn, der Vater wollte den Sohn als Pfarrer, Johann Bernoulli erkannte den Mathematiker. Der Umweg, der die Briefe erklärt, ist Berlin: Euler ging 1741 von Sankt Petersburg an die Preußische Akademie, geriet mit Friedrich II. aneinander, der ihn den Zyklopen nannte, und unterrichtete brieflich Friederike Charlotte von Brandenburg-Schwedt. Zweihundertvierunddreißig französische Briefe aus den Jahren 1760 bis 1762 wurden 1768 in Petersburg gedruckt. 1766 kehrte er nach Russland zurück, erblindete vollends und diktierte weiter. Er starb in Sankt Petersburg.

Wirkung

Euler hat Analysis, Zahlentheorie, Mechanik, Optik und Astronomie so weit vorangetrieben, dass Laplace den Schülern sagte, sie sollten Euler lesen, er sei aller Meister. Die Notation der Funktion, die Behandlung unendlicher Reihen, die Graphentheorie des Königsberger Brückenproblems: das Fach redet noch in seinen Zeichen. Die Briefe sind der andere Satz derselben Arbeit: Äther, Licht, Magnet, Seele und Gott in der Sprache der Aufklärung, fromm und rechnerisch, für Laien verständlich, ohne die Strenge der Abhandlungen aufzugeben.

Die Höfe haben den Rechner gebraucht und den Menschen verspottet; Voltaire machte sich über ihn lustig, Friedrich über die Fontaine, die nach Eulers Rechnung nicht sprang. Das Publikum der Briefe war größer als das der Lehrbücher: Übersetzungen liefen durch Europa. Wer Euler nur als Formelkünstler nimmt, unterschlägt die theologische und philosophische Streitlust der Briefe. Wer nur den Popularisator sieht, unterschlägt die Opera omnia, ohne die die neuere Mathematik ihre Sprache nicht hätte. Die Prinzessin und die Akademie gehören zu einem Leben.

Werke

In Auswahl außerdem: Introductio in analysin infinitorum, Mechanica, Vollständige Anleitung zur Algebra.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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