Karen Barad (geb. 1956), in den Vereinigten Staaten geboren, hat aus der Quantenphysik eine Ontologie gemacht, in der Dinge nicht erst da sind und dann wechselwirken. Meeting the Universe Halfway heißt: Messen, Materie und Ethik entstehen in einem Schnitt.
Leben
Physik, dann Feminist Science Studies, Santa Cruz, die Lektüre Bohrs gegen den Strich der Popularisierung. Der Umweg über das Labor erklärt das Buch: Wer die Unschärfe nicht als Defizit der Kenntnis liest, sondern als Zug der Welt, schreibt keine Metapher. Barad lehrt, schreibt langsam, bleibt bei den Apparaten. Der Name ist in der Kulturwissenschaft lauter als in der Physik.
Wirkung
Agentieller Realismus, Intra-Aktion: Barad hat dem neuen Materialismus das physikalischste Vokabular gegeben. Dinge sind nicht erst da und wirken dann aufeinander; sie entstehen im Schnitt des Apparats. Abbildung tritt zurück hinter Praktiken, die Welt und Wissen zugleich hervorbringen. Medien-, Geschlechter- und Wissenschaftsforschung haben den Band von 2007 zum Kanon gemacht, oft ohne die Gleichungen.
Die Kritik nennt das unzulässige Übertragung, Jargon, eine Ethik, die aus dem Labor mehr macht, als es trägt. Wer Barad nur als Verbündete Donna Haraways liest, unterschlägt Bohr. Wer nur Bohr kennt, unterschlägt, dass hier Ausschluss immer schon ethisch ist.
Werke
- Meeting the Universe Halfway (2007)
In Auswahl außerdem: Agentieller Realismus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.