Autor:José Saramago

1922 2010

José Saramago (1922–2010), in Azinhaga geboren, hat dem Gleichnis die milchweiße Seuche gegeben, unter der die Zivilisation in Tagen fällt. Die Stadt der Blinden vergibt keine Namen und zieht die Rede ohne Anführungszeichen in den Satz; 1998 erhielt er den Nobelpreis.

Leben

Arme Familie, Schlosser, Journalist, späte Romane, die Kommunistische Partei, der Streit mit der Kirche um Das Evangelium nach Jesus Christus. Der Umweg war dieses verspätete Schreiben: Saramago wurde weltbekannt, als andere schon das Werk abgeschlossen haben, und ging nach Lanzarote, als Portugal ihn für den Evangelienroman strafte. Die fehlenden Namen und die fließende Rede sind keine Marotte; sie erzeugen die Fläche, die der Blindheit entspricht. Er starb auf der Insel, als Erzähler iberischer Geschichte und als Verfasser der Probe, was übrig bleibt, wenn das Sehen ausfällt.

Wirkung

Saramago hat die Blindheit als Bild für die Blindheit des Herzens gesetzt, für die Unfähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden, sobald die Ausnahme zur Regel wird. Der Text steht Albert CamusDie Pest näher als dem Katastrophenroman: Die Seuche prüft das Gemeinwesen, nicht die Medizin. Humor sitzt in Volksweisheiten und in der Hartnäckigkeit der Frau des Arztes, die sieht und schweigt. Der Nobelpreis hat den Ruhm mitgetragen; dieses Buch hat ihn begründet.

Fernando Meirelles verfilmte den Stoff 2008; der Film musste Bilder finden, wo der Roman die weiße Fläche lässt. Eine Oper kam 2011 in Zürich heraus. Wer Saramago nur als Erzähler iberischer Geschichte kennt, findet hier das Gleichnis; wer nur das Gleichnis sucht, findet den Schmutz der Anstalt. Die Fortsetzung Die Stadt der Sehenden nimmt dieselben Figuren wieder auf und erzählt eine andere Probe: das Weiß der Wahlzettel.

Werke

In Auswahl außerdem: Das Evangelium nach Jesus Christus, Die Stadt der Sehenden, Das steinerne Floß.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.