Autor:John Knittel

1891 1970

John Knittel (1891–1970), in Dharwar in Indien geboren, hat dem Schweizer Roman der dreißiger Jahre die Schlucht gegeben, an der eine Familie den Tyrannen tötet und schweigt. Via Mala ist Geographie und Urteil: Der Weg ist schlecht, und wer ihn geht, wird schlecht mitgegangen.

Leben

Schweizer Eltern, England, die Schweiz, Deutsch als Sprache der Bücher. Der Umweg war diese Herkunft ohne Heimatbild: Knittel schrieb den Naturalismus an den Hinterrhein, nicht die Folklore. Via Mala wurde 1934 über Nacht ein Welterfolg; er lebte später in Maienfeld und starb dort. Der Name blieb am Titel hängen, während das übrige Werk verblasste.

Wirkung

Knittel hat den Stoff näher beim Familiendrama als beim Heimatbild gelegt. Die Via Mala war als Straße berüchtigt; er macht sie zum Namen einer Ordnung, in der Gewalt erblich scheint, bis sie umkehrt. Man hat das Buch als Kolportage gelesen, weil es stark zeichnet und viel Publikum fand; die Stärke ist die der Typen, die sich nicht in Seelenkunde auflösen, und die der Landschaft, die nicht tröstet. 1945, 1961 und 1985 kam der Stoff ins Kino und ins Fernsehen; Mario Adorfs Jonas Lauretz hat das Gesicht geliefert, das seither vor dem Text steht.

Im Deutschen hielt Fischer den Taschenbuchband, der in Bahnhofsbuchhandlungen überlebte, während Knittels Name blasste. Wer nach Haustyrannen in der Literatur sucht, findet hier einen, der nicht innerlich ist, sondern öffentlich, am Fluss, von Nachbarn gesehen und geduldet. Das Schweigen der Familie ist die zweite Tat. Wer nur den Mord behält, hat die Jahre danach nicht gelesen, in denen das Haus heller ist und niemand lachen kann.

Werke

In Auswahl außerdem: El Hakim, Thérèse Etienne, Der Commandant.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.