John Dunn (geb. 1940), in London geboren, hat John Locke der liberalen Herkunftslegende entzogen. The Political Thought of John Locke von 1969 liest die Zwei Abhandlungen über die Regierung als Argument eines gläubigen Protestanten in der Krise des siebzehnten Jahrhunderts, nicht als Gründungsurkunde des Marktes.
Leben
King's College Cambridge, die frühe Locke-Monographie, später die Lehre in Cambridge über Revolutionen, Afrika, die Gegenwart des Politischen. Der Umweg ist die Askese von 1969: Dunn hat Locke erst historisiert, bevor er selbst wieder als politischer Theoretiker der Gegenwart schrieb. Die Cambridge School hat in ihm den dritten Pol neben Skinner und Pocock.
Wirkung
Dunn hat gezeigt, dass historische Genauigkeit eine moralische Pflicht gegen die Toten sein kann. Die Locke-Forschung ist seither zwischen theologischer Kontextualisierung und radikaler Aneignung gespalten. Wer die Abhandlungen nur als Vorläufer liest, hat dieses Buch gegen sich.
Gelesen wird er als Historiker, der später die Historie nicht mehr für genug hielt. Wer nur 1969 kennt, unterschlägt die Gegenwartsschriften; wer nur den Theoretiker kennt, unterschlägt Locke. Neben Skinner steht er als der, der die Methode an einem Heiligen der Liberalen erprobte.
Werke
In Auswahl außerdem: Western Political Theory in the Face of the Future, die Schriften zur Demokratie und zum Vertrauen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.