Johann Joachim Winckelmann, in Stendal geboren, hat die deutsche Anschauung der Antike begründet: edle Einfalt, stille Größe, der griechische Stil als Maß. Die Geschichte der Kunst des Altertums von 1764 ist das Buch, nach dem Kunst eine Geschichte hat, nicht nur eine Werkstatt.
Leben
Schustersohn, Theologie, Hauslehrer, Dresden, 1755 Rom, der Übertritt, die Bibliothek des Kardinals Albani, die Antiken als tägliche Arbeit. Der Umweg ist Rom: Wer die Gipsabgüsse in Dresden sah, schrieb erst, als er die Originale hatte. 1768 die Reise nach Deutschland, der Mord in Triest. Er starb, bevor die deutsche Klassik ihn zum Heiligen der Form machte.
Wirkung
Winckelmann hat den Stil nach Völkern und Zeiten geordnet und das Griechische über das Römische gesetzt. Die Nachahmung der Alten ist keine Kopie; sie ist der Weg zur Natur, die in Griechenland einmal frei war. Gotthold Ephraim Lessings Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie nimmt die Laokoon-Gruppe aus dieser Bewunderung und gibt ihr eine andere Begründung. Goethe hat den Aufsatz über Winckelmann zur Weihe gemacht.
Gelesen wird er als Begründer der Kunstgeschichte und als Erfinder einer Griechenlandsehnsucht, die später zur Ideologie gerann. Wer nur die edle Einfalt zitiert, unterschlägt die historische Ordnung. Wer nur den Ästheten meint, unterschlägt, dass nach diesem Buch die Kunst der Alten eine Abfolge ist, die man verstehen kann, nicht nur bewundern.
Werke
In Auswahl außerdem: die Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke, die Sendschreiben aus Rom.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.