João Guimarães Rosa, in Cordisburgo in Minas Gerais geboren, hat dem brasilianischen Inneren eine Sprache gegeben, die das Portugiesische neu beugte. Grande Sertão ist die Rede des Jagunço Riobaldo; der Teufel und Diadorim halten sie in Gang.
Leben
Arzt im Hinterland, dann Diplomat, Hamburg, Bogotá, Paris. Der Umweg war die Praxis: Wer Fieber und Schusswunden behandelt, kennt die Pfade, bevor er sie dichtet. Er starb in Rio, drei Tage nach der Aufnahme in die Akademie, auf die er Jahre gewartet hatte, weil ein Schlaganfall ihn fürchtete. Die diplomatische Glätte und die wilde Syntax gehören demselben Mann.
Wirkung
Rosa hat den Sertão aus dem Regionalismus in die Weltliteratur geholt, ohne ihn zu folklorisieren. Curt Meyer-Clason hat das Deutsche so weit mitgezogen, wie es ging. Neben Machado de Assis steht er als die andere Gründung: nicht Rio, sondern die Veredas. Die Nachwelt hat ihn zum schwierigen Klassiker gemacht; die Schwierigkeit ist die Genauigkeit der Rede, nicht ein Rätselspiel.
Wer ihn nur als Sprachvirtuosen führt, unterschlägt den Krieg der Banden. Wer nur Diadorim als Geschlechtercoup nimmt, unterschlägt den Pakt. Das eine Buch trägt den Namen; die Erzählungen aus Sagarana stehen daneben.
Werke
- Grande Sertão (1956)
In Auswahl außerdem: Sagarana, Corpo de Baile, Erste Geschichten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.