Autor:Gottlob Frege
Gottlob Frege (1848–1925), in Wismar geboren, hat der Logik die Formelsprache gegeben, mit der sich Schlüsse prüfen lassen, ohne die Grammatik des Satzes mitzuschleppen. Die Begriffsschrift von 1879 gilt als wichtigste logische Veröffentlichung seit dem Organon des Aristoteles.
Leben
Vater einer Mädchenschule, Jena, Göttingen, wieder Jena, wo er jahrzehntelang wenig beachtet lehrte. Der Umweg ist das logizistische Programm: Die Arithmetik sollte auf das reine Denken zurückgeführt werden; dazu brauchte er eine Schrift, die nur begrifflichen Inhalt fasst. Bertrand Russell zeigte 1902 den Widerspruch in den Grundgesetzen; Frege gestand, die Grundlagen seines Baues seien erschüttert. Die Frau starb 1904, die Depression folgte. Er starb in Bad Kleinen, in den späten Tagebüchern antisemitisch, öffentlich ohne Parteiamt.
Wirkung
Frege hat Subjekt und Prädikat durch Funktion und Argument ersetzt und den Quantor gesetzt, ohne den die moderne Logik nicht arbeitet. Aussagen sind Namen der Wahrheitswerte; Sinn ist die Art des Gegebenseins, Bedeutung der Gegenstand. Ludwig Wittgenstein und Rudolf Carnap haben bei ihm angesetzt. Die zweidimensionale Schrift hat sich nicht durchgesetzt, der Gehalt schon, sobald man ihn in lineare Zeichen übersetzte.
Die Russellsche Antinomie hat das Lebenswerk als System zerstört, nicht als Anfang. Die analytische Philosophie rechnet ihn zu ihren Vätern, oft ohne die Jenaer Graphik. Das Tagebuch von 1924 hat die Biographie beschädigt: Wer Frege nur als Märtyrer der Paradoxie liest, unterschlägt den Groll der späten Jahre. Wer nur den Antisemiten entsorgt, unterschlägt, dass Quantoren und Wahrheitswerte hinter diesem Buch stehen. Die Logik hat die Schrift übernommen und den Mann lange verklärt.
Werke
- Begriffsschrift (1879)
In Auswahl außerdem: Die Grundlagen der Arithmetik, Über Sinn und Bedeutung, Grundgesetze der Arithmetik.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.