Autor:Gilbert Ryle
Gilbert Ryle (1900–1976), in Brighton geboren, hat den Geist aus der Maschine geholt, in die ihn René Descartes gesetzt haben soll. Der Begriff des Geistes von 1949 nennt das Dogma ein Gespenst: zwei Sorten von Dingen, wo eine Weise des Tuns gemeint ist.
Leben
Arztsohn, Oxford, die klassische Philologie und die neue Logik, im Krieg Offizier. Der Umweg ist die Rückkehr auf den Lehrstuhl: Nach 1945 schrieb er das Buch, das die Philosophie der normalen Sprache in Oxford zum Programm machte, neben John L. Austin und im Gespräch mit Ludwig Wittgenstein. Deutsch lernte er, um Edmund Husserl und Gottlob Frege zu lesen. Er starb in Whitby, unverheiratet, bei der Zwillingsschwester.
Wirkung
Ryle hat den Kategorienfehler zur Waffe gemacht. Wer nach dem Geist neben dem Körper sucht, sucht die Mannschaft neben den Spielern. Mentale Wörter bezeichnen Dispositionen des Verhaltens, nicht ein unsichtbares Ding, das den Leib schiebt. Intelligenz ist die Art, wie eine Handlung ausgeführt wird, nicht ein inneres Vorsagen der Regeln. Wissen-wie geht dem Wissen-dass voraus: Wer Schach kann, muss die Züge nicht erst im stillen Zwiegespräch ableiten.
Die Kognitionswissenschaft hat ihn als Lehrer bloßen Verhaltens beiseitegelegt, der Innereien leugne; er hat betont, dass er keine neuen Tatsachen über das Seelenleben bringe, sondern die Geographie der Begriffe berichtige. Identitätstheorien, die Geist und Gehirn gleichsetzen, erben denselben Fehler in anderer Materie. Wer Ryle nur als Leugner des Inneren liest, unterschlägt das alltägliche Vokabular, bei dem er bleiben wollte. Wer nur den Witz vom Gespenst zitiert, unterschlägt die Geduld der Unterscheidungen.
Werke
- Der Begriff des Geistes (1949)
In Auswahl außerdem: Begriffskonflikte, Plato’s Progress.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.