Autor:Germaine de Staël

1766 1817
Schriftstellerin · Literatur · Politik · 18./19. Jahrhundert
LiteraturPolitik


Germaine de Staël, in Paris als Tochter Neckers geboren, hat Europa das Buch gegeben, in dem Italien eine Frau ist und Deutschland ein Argument. Corinna oder Italien macht aus der Reise einen Roman; Über Deutschland machte aus der Verbannung eine Nationenkunde, die Napoleon verbot.

Leben

Bankierstochter, früher Salon, die Heirat mit dem schwedischen Gesandten, die sich als Name hielt. Der Umweg ist Coppet am Genfersee: Wer aus Paris vertrieben wird, macht aus dem Exil eine Adresse, an der Schlegel, Sismondi, Constant verkehren. Ende 1804 die Italienfahrt mit August Wilhelm Schlegel, aus der Corinna entstand; 1810 das Deutschlandbuch, das die französische Polizei zerschlug. Sie starb in Paris, ein Jahr nach der Rückkehr, die der Sturz Napoleons erlaubte.

Wirkung

Staël hat den Vergleich der Nationen zur literarischen Form gemacht: Italien als Improvisation und Wärme, England als Pflicht, Deutschland als Denken und Dichten, das Paris nicht kannte. Corinna gab der Romantik die Künstlerin, die öffentlich spricht und privat zerbricht. Über Deutschland gab den Deutschen das Gefühl, von außen ernst genommen zu werden, und den Franzosen ein Bild, das der Kaiser nicht wollte. Wer sie nur als Feindin Napoleons führt, unterschlägt die Romane. Wer nur Corinna will, unterschlägt, dass dieselbe Autorin Europa als Gespräch der Kulturen dachte, nicht als Reiseziel.

Die Nachwelt hat sie zur Salonière und zur Vorläuferin verkleinert. Beides sitzt und reicht nicht. George Sand, die Italienmode, die Idee, dass Literatur Nationen erklärt: das bleibt. Wer nach 1807 eine Frau durch Rom schickt, die dichten darf, schickt sie hinter Corinna her.

Werke

In Auswahl außerdem: Delphine, Über Deutschland.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

Weitere Autoren in Literatur entdecken Weitere Autoren in Politik entdecken