Georges Sorel (1847–1922), in Cherbourg geboren, hat der Linken den Mythos gegen das Mandat gestellt. Über die Gewalt von 1908 erklärt den Generalstreik zur sittlichen Form, nicht zum Regierungsprogramm; Faschismus und Bolschewismus haben den Kult der Härte später anders geerbt.
Leben
Ingenieur des Corps des ponts, lange Jahre im Staatsdienst, dann der Rückzug nach Boulogne-sur-Seine, Marx, Proudhon, Bergson, die Cahiers de la Quinzaine. Der Umweg ist die Behörde: Wer Brücken baut und Abgeordnete verachtet, sucht Würde in der Produktion, nicht in der Kammer. Er starb 1922, Mussolini schon im Amt, Lenin schon an der Macht, Sorel als Zeuge beider, als Mitglied keines von beiden.
Wirkung
Sorel hat den parlamentarischen Sozialismus als Einschläferung gelesen und den Mythos als Gegenmittel. Die syndikalistische Linke nahm den Streik; Schmitt die Entscheidung; der italienische Faschismus die Verachtung der Diskussion. Der Text weihte den Bruch, ohne ihn zu verwalten.
Wer Sorel nur als Kronzeugen Mussolinis führt, unterschlägt den Ingenieur der Arbeiterwürde. Wer ihn nur als Syndikalisten rettet, unterschlägt die Anschlussfähigkeit nach rechts. Die Gefahr liegt nicht in einer Anleitung, sondern in der Moral, die den Kompromiss für Feigheit hält.
Werke
- Über die Gewalt (1908)
In Auswahl außerdem: Les illusions du progrès, Matériaux d’une théorie du prolétariat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.