Autor:Geoffrey Chaucer

1343 1400
Dichter · Literatur · Gesellschaft · 14. Jahrhundert
LiteraturGesellschaft


Geoffrey Chaucer, in London geboren, hat dem Englischen die Erzählung gegeben, in der ein Müller neben einem Ritter spricht. Die Canterbury-Erzählungen versammeln Pilger auf dem Weg zum Grab des Thomas Becket und lassen sie Geschichten tauschen, als wäre die Sprache der Stadt so viel wert wie die des Hofes.

Leben

Sohn eines Weinhändlers, Page, Soldat in Frankreich, Gesandter in Italien, Zollaufseher an der Themse: Der Umweg ist dieser Dienst. Wer Zölle kassiert und Fürsten Briefe trägt, hört mehr Stimmen als ein Mönch. In Italien lag Boccaccios Prosa; Chaucer holte den Rahmen nach England und schrieb ihn in Verse, die das gesprochene Mittelenglisch trugen, nicht das Latein der Kanzlei. Er starb in London und wurde in der Westminster Abbey begraben, lange bevor dort eine Dichterecke war.

Wirkung

Chaucer hat die Volkssprache zum Maß der Erzählung gemacht, ohne die Stände zu versöhnen. Der Prolog zählt Mützen, Pferde, Berufe; die Geschichten danach widersprechen einander. Witz, Predigt, Schwank und höfische Minne stehen unterwegs nebeneinander, und keine Instanz erklärt, welche Stimme recht hat. Neben dem Dekameron ist das der zweite große Rahmen des europäischen Erzählens – rauher, komischer, näher am Wirtshaus.

Die Nachwelt hat ihn zum Vater der englischen Dichtung gemacht und oft nur den Ritter und die Nonne behalten. Wer nur die derben Stücke sucht, unterschlägt die Genauigkeit, mit der der Kaufmann und der Ablasskrämer ihre Welt verraten. Wer nur den Nationaldichter sucht, unterschlägt, dass das Buch unvollendet blieb und gerade darin der Weg offener ist als jedes geschlossene Epos.

Werke

In Auswahl außerdem: Troilus und Criseyde, Das Parlament der Vögel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.