Autor:Florian Illies

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Florian Illies (geb. 1971), in Schlitz geboren, hat das Jahr vor dem Krieg als Gleichzeitigkeit erzählt. 1913. Der Sommer des Jahrhunderts fügt Ateliers, Briefe und Anekdoten zu einem Panorama, das 2012 das meistverkaufte Sachbuch des Landes war.

Leben

Oberhessische Kleinstadt, Kunstgeschichte und neuere Geschichte in Bonn und Oxford, dann das Zeitungsfeuilleton: Frankfurter Allgemeine, die Berliner Seiten, Die Zeit. Der Umweg ist diese Schule der Gegenwart: Wer gelernt hat, eine Ausstellung so zu schreiben, als stehe man davor, schreibt 1913 im Präsens. Zwischendurch die Zeitschrift Monopol, das Auktionshaus, kurz der Rowohlt-Verlag. Geblieben ist der Erzähler, der Jahrhunderte als Monatskapitel behandelt.

Wirkung

Illies hat die kulturgeschichtliche Jahreschronik vom Handbuch in die Montage verschoben: Kafka schreibt an Felice Bauer, Kokoschka an Alma Mahler, der Krieg steht noch nicht im Kalender, und die Ironie des Erzählers weiß es. Das Verfahren erzeugt Nähe und die Illusion, dabei gewesen zu sein; es wurde in dreißig Sprachen übersetzt und hat Nachahmer gefunden, die andere Jahre ebenso montieren. Zuvor hatte Generation Golf den um 1970 Geborenen einen Namen gegeben, der in den Kulturseiten haften blieb.

Die Kritik nennt das Verfahren Stimmung statt Analyse, Vertrautheit, die das historische Personal in den Plural des Erzählers zieht. Wer Illies nur als Sammler von Anekdoten liest, unterschlägt die Komposition der Gleichzeitigkeit; wer die Komposition für Geschichtswissenschaft nimmt, unterschlägt, dass hier Anwesenheit inszeniert wird, nicht Archivarbeit. Die späteren Epochenporträts – die dreißiger Jahre als Chronik eines Gefühls, Caspar David Friedrich als Reise durch die Zeiten – wiederholen die Methode und bestätigen, worin sie stark und worin sie begrenzt ist.

Werke

In Auswahl außerdem: Generation Golf, Liebe in Zeiten des Hasses, Zauber der Stille.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.