Euripides, auf Salamis geboren, hat der Tragödie die Figuren gegeben, die reden, was die Stadt nicht hören wollte: die verlassene Frau, den Gott, der seine Verehrung erzwingt. Medea und Die Bakchen sind die beiden Proben: Kindestötung und Zerreißung, beide aus dem Inneren des Hauses.
Leben
Bürger Athens, selten Sieger an den Dionysien, Ziel des Spotts in den Komödien des Aristophanes. Der Umweg ist die verspätete Anerkennung: Er schrieb für dasselbe Publikum wie Sophokles, galt aber als der, der die Mythen zersetzt, die Frauen zu Wort kommen lässt und die Götter nicht schont. Gegen Ende ging er an den Hof von Makedonien; er starb in Pella, im selben Jahr wie Sophokles. Die Bakchen wurden nach seinem Tod aufgeführt. Achtzehn Stücke sind ganz erhalten.
Wirkung
Euripides hat die Tragödie von der Würde auf die Rede umgestellt. Medea begründet den Mord an den Söhnen, bevor sie ihn tut; Dionysos begründet die Strafe, indem er sie vollzieht. Die Götter sind nicht gerecht, sie sind mächtig. Die attische Komödie hat ihn als Sophisten verhöhnt; das spätere Altertum hat ihn am häufigsten abgeschrieben.
Die Neuzeit hat ihn zum Seelenkundler gemacht und zum Kronzeugen der Frauen, oft indem sie die Kindestötung wegerklärte oder zur bloßen Übertragung machte. Wer nur die befreite Medea sucht, unterschlägt die Leichen. Wer nur den Gotteslästerer sucht, unterschlägt, dass die Bakchen den Gott gewinnen lassen. Neben Aischylos und Sophokles bleibt er der Jüngste, an dem sich jede neue Bühne reibt.
Werke
- Medea (431 v. Chr.)
- Die Bakchen (405 v. Chr.)
In Auswahl außerdem: Die Troerinnen, Hippolytos, Alkestis.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.