Autor:Eric Hobsbawm
Eric Hobsbawm (1917–2012), in Alexandria geboren, hat dem 20. Jahrhundert den Namen gegeben, unter dem es oft erzählt wird: das Zeitalter der Extreme. Der Historiker kam aus Wien und Berlin nach London; der Marxismus blieb das Gerüst, auch wo die Welt es widerlegte.
Leben
Jüdische Familie, Kindheit in Wien, Jugend in Berlin bis 1933, dann England, die Kommunistische Partei, der Lehrstuhl in London. Er blieb im Bund, als andere gingen – 1956, 1968, 1989. Das Zeitalter der Extreme erschien 1994 und fasste das „kurze 20. Jahrhundert“ von 1914 bis 1991. Er starb in London. Der Umweg ist Berlin: Wer die Straße vor Hitler noch gesehen hat, schreibt die Epoche als zusammenhängende Katastrophe, nicht als Abfolge von Lehrplänen.
Wirkung
Hobsbawm hat die Weltkriege, die Revolutionen, die Hochkonjunktur der Nachkriegsjahrzehnte und den Zusammenbruch der Sowjetunion in eine einzige Erzählung gezwungen: Zeitalter der Katastrophe, goldenes Zeitalter, Erdrutsch. Die Kraft liegt in der Breite – Wirtschaft, Kultur, Demographie –, die Grenze in der Nachsicht gegenüber dem sowjetischen Terror, den Solschenizyn anders gewogen hatte.
Gelesen wird er als letzter großer marxistischer Erzähler, der lesbar blieb. Kritiker warfen ihm Blindheit auf dem linken Auge vor; Schüler behielten die Periodisierung. Neben den drei Bänden über das lange 19. Jahrhundert ist das Extrembuch das Werk, das die Gegenwart noch immer benutzt, wenn sie „das 20. Jahrhundert“ sagt und 1914 bis 1991 meint. Die Formel trägt; die Lücken gehören dazu.
Werke
- Das Zeitalter der Extreme (1994)
In Auswahl außerdem: Das Zeitalter der Revolution, Das Zeitalter des Kapitals, Das Zeitalter des Imperiums.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.