Autor:Bertram Gross
Bertram Gross (1912–1997), in Philadelphia geboren, hat eine autoritäre Zukunft der Vereinigten Staaten beschrieben, die ohne Aufmarsch auskommt. Freundlicher Faschismus meint die schleichende Verschmelzung von Großkapital und Großstaat hinter demokratischen Formen: die Macht, die lächelt, während sie zentralisiert.
Leben
Studium der englischen Literatur und der Philosophie, dann Washington: Wohnungsbehörde, Berater des Senats, die Vollbeschäftigungsvorlagen der vierziger Jahre, Sekretär des wirtschaftlichen Beraterstabs des Präsidenten. Der Umweg ist der Innendienst: Gross kannte die Planung des sozialen Ausgleichs von innen, bevor er vor ihr warnte. Die fünfziger Jahre in Israel als wirtschaftlicher Ratgeber, danach die akademische Lehre von der Verwaltung. 1980 das Warnbuch, vor der Wahl Ronald Reagans. Er starb in Walnut Creek in Kalifornien.
Wirkung
Gross hat den Faschismusbegriff von Lager und Führer gelöst und auf eine westliche Demokratie angewendet, die Verfahren stehen lässt und den Inhalt an Verwalter abgibt. Neben C. Wright Mills’ Lehre von der Machtelite steht das Buch als Versuch, private Unsicherheit als öffentliche Herrschaftsfrage zu lesen. Inflation, verborgene Arbeitslosigkeit, die Gewöhnung an Überwachung: daraus wachse nicht der europäische Umsturz, sondern ein Bündnis gesichtsloser Verwalter. Die Hoffnung, die er offenließ, lag in klaren Zielen und in Leuten innerhalb der Apparate, nicht in der Nostalgie der Roosevelt-Reformen, die er selbst mitgebaut hatte.
Die amerikanische Linke der späten siebziger Jahre las eine zeitgemäße Warnung; spätere Leser haben ihn zum Propheten Reagans gemacht, schärfer, als das Buch sich selbst gibt. Gegner wenden ein, der Faschismus verdünne sich, wenn er ohne Terror auskommt. Wer Gross nur als Schmäher des Gegners nimmt, verfehlt die Herkunft aus der Planung. Wer ihn nur als Analytiker der Verwaltung rettet, unterschlägt das Wort, das er wählte. Eine deutsche Übersetzung fehlt. Geblieben ist die Frage, ob demokratische Formen die Konzentration von Wirtschaft und Staat noch binden oder nur verdecken.
Werke
- Freundlicher Faschismus (1980)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.