Autor:Alex Stock
Alex Stock (1937–2016), in Wellingholzhausen geboren und bei Köln gestorben, hat die christliche Lehre aus Gesängen, Gebeten, Gedichten und Bildern gewonnen, nicht zuerst aus Lehrsätzen. Die elfbändige Poetische Dogmatik ist das Werk, das diesen Widerspruch im Titel trägt und durchhält.
Leben
Philosophie und Theologie, Promotion 1967 bei Karl Rahner in Innsbruck, Priesterweihe im selben Jahr. Der Umweg ist die verweigerte Laisierung: Als unter Paul VI. der allgemeine Stopp kam, heiratete Stock 1973 trotzdem, blieb in der Theologie, als man ihn in die Religionswissenschaft drängen wollte, und lehrte von 1980 bis 2002 Theologie und ihre Didaktik an der Universität zu Köln. Dort gründete er die bildtheologische Arbeitsstelle. 2012 Ehrendoktor in Luzern. Die Dogmatik begann 1995 mit der Christologie und schloss 2016 mit der Ekklesiologie der Zeit, wenige Monate vor seinem Tod in Frechen-Königsdorf.
Wirkung
Stock hat die Gattung umgestellt: Die Kohärenz soll nicht die Systemmaschine liefern, sondern die Darstellung selbst, nach dem Modell der Liturgie. Deshalb beginnt das Werk mit Christus, nicht mit Gott; die Feste des Kirchenjahrs bestimmen die Schwerpunkte, Namen, Gesicht, Leib, sieben Figuren des Amtes. Poetisch meint hier, im Sinn des griechischen Wortes, die Kraft, mit Sprache und Kunst etwas Neues ins Werk zu setzen, nicht Anpassung an den Geschmack. Bild und Gesang sind Quellen, nicht Illustrationen.
Eine Schule im engen Sinn ist nicht entstanden; ein Geheimtipp blieb das Werk bis zum Tod. Wer verstand, was Stock wollte, war begeistert, die anderen schwiegen. Jan-Heiner Tück hätte den Titel Poetische Theologie vorgezogen; andere fanden Stücke museal. Die Gegenposition, Dogmatik müsse Geltungsansprüche erstphilosophisch sichern, hat den Band als hölzernes Eisen gelesen. Geblieben ist der Satz, dass der Glaube reicher ist als das Bekenntnis, und die Probe, ob eine Dogmatik sich an Gesängen und Bildern messen lassen will.
Werke
- Poetische Dogmatik (1995)
In Auswahl außerdem: Einheit des Neuen Testaments, Liturgie und Poesie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.