Autor:Éric-Emmanuel Schmitt

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Éric-Emmanuel Schmitt (geb. 1960), in Sainte-Foy-lès-Lyon geboren, hat Religion im Alltag als schmale Parabel erzählt, näher bei der Novelle als beim Gesellschaftsroman. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran nimmt einen jüdischen Jungen im Paris der sechziger Jahre an Sohnes statt, der Ladenbesitzer ist ein muslimischer Weiser; Oskar und die Dame in Rosa lässt einen zehnjährigen Leukämiekranken vierzehn Briefe an Gott schreiben, angestoßen von einer alten Besucherin im rosa Kittel, die früher Ringerin war.

Leben

Philosophie, die Agrégation, die Bühne zuerst, dann die Prosa, die dasselbe Personal in kurzer Spanne vorführt: eine Randfigur stiftet eine Praxis, die die Kirche nicht leistet. Der Umweg war dieses Theater: Schmitt kennt Dialog, klare Dauer, den Satz, der sich sprechen lässt. 2001 und 2002 die beiden Erzählungen, Film mit Omar Sharif, Schulen, die die Hefte brauchen, weil sie kurz sind und den Tod nicht aussperren. Er lebt in Brüssel, als belgischer Staatsbürger und als Autor eines „unsichtbaren“ Zyklus um das Absolute neben dem Ladentisch und im Krankenzimmer.

Wirkung

Schmitt hat heikle Motive – Freundschaft über die Religionsgrenze, sterbendes Kind, Briefe an Gott – durch Tonfall und Kürze vor der Predigt bewahrt, soweit die Form das trägt. Ibrahim spricht in Sprüchen, die nach Weisheit klingen und nach Ladenalltag; Momo wird nicht bekehrt, er wird angesehen. Oskar lebt jeden Tag als zehn Jahre, Gott antwortet nicht mit Wundern, Mamie-Rose sagt genug, um ihn nicht zu täuschen. Die Milde hat den Texten Freunde und den Vorwurf der Vereinfachung eingetragen. Wer Härte sucht, findet sie im Verschwinden des Vaters und im Tod Ibrahims, im Ärger des Jungen auf die Erwachsenen, die „es wird schon“ sagen.

Schulstoff, Bühne, Film: Die Nachwelt hat die Zärtlichkeit verstärkt und den Ort bestimmt. Das ist kein großer Paris-Roman und keine Kinderonkologie, sondern die Hand auf der Schulter. Fischer hat die Bände schmal gehalten; Reclam führt den französischen Text für den Unterricht. Wer nach Schmitt über Religion ohne Kirche spricht, hat oft den Laden an der Rue Bleue und die Dame in Rosa im Sinn. Die Erzählungen halten, was sie versprechen: kurz, anredend, am Ende still. Wer Komplexität der Einwanderung oder der Krankheit sucht, findet ein Gleichnis – und soll es als Gleichnis lesen, nicht als fehlgeschlagenen Gesellschaftsroman.

Werke

In Auswahl außerdem: Das Kind von Noah, Adolf H. Zwei Leben.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.