Autor:Wolfgang Iser

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Wolfgang Iser (1926–2007), in Marienberg geboren, hat das literarische Werk als Wirkungspotential gelesen, das erst im Lesen Gestalt gewinnt. Der Akt des Lesens macht aus dem impliziten Leser eine Theorie, nicht eine Metapher.

Leben

Heidelberg, Köln, Konstanz, Irvine. Der Umweg ist die Konstanzer Gründung: Wer ein Fach neu einrichtet, braucht eine Theorie des Lesens, die weder Werkreligion noch reine Soziologie ist. Iser starb 2007 in Konstanz.

Wirkung

Iser hat die Rezeptionsästhetik auf die Seite des Textes gestellt, die den Leser vorstrukturiert: Leerstellen, Wanderung des Blicks, der implizite Leser als Instanz, nicht als Person. Gegen die Werkimmanenz setzt er den Akt; gegen die bloße Meinungsforschung setzt er die Struktur, die Meinungen erst ermöglicht.

Gelesen wird das Buch als Organon der Konstanzer Schule. Jauß hat die Geschichte der Erwartungen geschrieben; Iser die Phänomenologie der Lektüre. Wer Iser nur als Leserfreund führt, unterschlägt die Strenge des Modells; wer nur das Modell kennt, unterschlägt, dass ohne Lektüre kein Werk da ist.

Werke

In Auswahl außerdem: Der implizite Leser, Das Fiktive und das Imaginäre.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.