Tote Seelen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Tote Seelen
Autor(en): Nikolai Gogol
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie:
Erscheinungsjahr: 1842
Seitenanzahl: 635 Seiten
Originaltitel: Mertvye dushi
Originalsprache: russisch
ISBN-10: 3423142634
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423142632
Schlagwörter: Satire, Leibeigenschaft, Russland, Schelmenroman
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Tote Seelen ist der 1842 erschienene Roman von Nikolai Gogol. Er sollte eine göttliche Komödie in Prosa werden und blieb das Porträt eines Landes, dessen Lebende sich von den Toten kaum unterscheiden.

Inhalt

Der Kollegienrat Tschitschikow fährt von Gut zu Gut und kauft den Besitzern ihre verstorbenen Leibeigenen ab – „Seelen“, die bis zur nächsten Revision noch in den Steuerlisten stehen. Den Verkäufern nimmt er eine Last ab; selbst will er die Namen bei der Bank beleihen und als lebendiges Vermögen behandeln. Der Plan ist ein Betrug, und lange bleibt er im Dunkeln. Gogol schickt seinen Helden von Haus zu Haus, und jeder Besuch ist ein Charakterstück.

Da ist Manilow, der in süßen Redensarten lebt und die Toten aus Höflichkeit umsonst hergibt; die habgierige Korobotschka, die fürchtet, zu billig zu verkaufen; der Lügner und Raufbold Nosdrjow; Sobakewitsch, der seine Toten wie Vieh anpreist und ihnen Berufe andichtet; und Pljuschkin, der verkommene Geizhals, bei dem die Zeit stehen geblieben ist. Tschitschikow selbst ist der Anpassungsfähige, höflich zu jedem, leer von innen – gerade deshalb geben sich die anderen an ihm zu erkennen. In der Stadt wird aus dem Handel ein Gerücht, dann ein Skandal; Tschitschikow flieht, und erst im letzten Kapitel erfährt man, woher der Mann kommt und dass ihn nichts treibt als der Wunsch, jemand zu sein.

Gogol hat das Buch ein „Poem“ genannt und nach Dantes Vorbild drei Teile geplant: Hölle, Läuterung, Paradies. Den zweiten Band, in dem Tschitschikow sich unter dem Einfluss mustergültiger Gutsbesitzer bessern sollte, hat er zweimal verbrannt, 1845 und unmittelbar vor seinem Tod 1852; was davon übrig ist, wirkt steif neben dem ersten. Den dritten hat er nicht mehr angefangen. Die Zensur erzwang den Untertitel Die Abenteuer Tschitschikows, weil tote Seelen nach Auferstehung klingen konnten. Der Witz des Titels bleibt: Gekauft werden die Toten, und lebendig sind die Verkäufer auch nicht.

Einordnung

Mit Tote Seelen hat die russische Prosa ihren großen satirischen Anfang, noch vor Turgenjew und vor den sechziger Jahren. Puschkin soll den Stoff gegeben haben; Gogol hat daraus eine Nationalgalerie gemacht, aus der jede spätere Abrechnung mit der Leibeigenschaft und der Beamtenschaft geschöpft hat. Der zweite Band scheiterte, weil Gogol Heilige malen wollte und nur Karikaturen konnte. Was steht, ist der erste: ein Roman, in dem Russland als Geschäft mit Namen erscheint, die niemand mehr trägt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.