The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Bericht des Arthur Gordon Pym |
| Autor(en): | Edgar Allan Poe |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Insel Verlag |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1838 |
| Seitenanzahl: | 269 Seiten |
| Originaltitel: | The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3458331492 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783458331490 |
| Schlagwörter: | Meer, Meuterei, Südpol, Weiße |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket, deutsch meist Der Bericht des Arthur Gordon Pym, ist der einzige Roman von Edgar Allan Poe, 1838 in New York erschienen. Er gibt sich als Tatsachenbericht eines jungen Mannes aus Nantucket, mit Vorwort und Nachbemerkung, und erzählt eine Seereise, die von der Meuterei in den Kannibalismus und von einer Insel in ein weißes Nichts am Südpol führt. Poe hat Reiseberichte, Zeitungsstoff und maritimes Wissen eingeschmolzen und dem Ganzen eine Traumlogik gegeben, die der dokumentarische Ton nicht beruhigt. Der Schluss – eine riesige weiße Gestalt im Katarakt – bleibt offen. Spätere Autoren, von Verne bis H. P. Lovecraft, haben daran weitergeschrieben.
Inhalt
Der sechzehnjährige Arthur Gordon Pym stiehlt sich mit Hilfe seines Freundes Augustus Barnard, Sohn des Kapitäns, als blinder Passagier auf den Walfänger Grampus. Im Laderaum, ohne Licht, Wasser und Gewissheit, wird das Versteck zur Gruft; Pym glaubt lebendig begraben zu sein, bevor Augustus ihn erreicht. Dann meutert die Mannschaft. Es kommt zu Gemetzel, Herrschaften wechseln, Augustus und Pym überleben knapp, der Matrose Dirk Peters, als Mischling und als Gewaltmensch gezeichnet, wird zum unwahrscheinlichen Verbündeten. Das Schiff treibt. Hunger, Durst und die Totenflaute machen aus der Mannschaft ein Gericht über sich selbst: Losentscheid, Töten, Essen. Der Matrose Parker wird das Opfer. Poe erzählt den Kannibalismus kühl, als ginge es um Logbuchzeilen.
Ein Schiff, die Jane Guy unter Kapitän Guy, nimmt die Überlebenden auf und steuert südwärts, weiter als die bekannten Fahrten, in Gewässer, die wärmer und seltsamer werden, je näher der Pol rückt. Auf der Insel Tsalal leben Menschen mit pechschwarzer Haut, schwarzen Zähnen, schwarzer Vegetation; sie fürchten alles Weiße. Zuerst scheint Handel möglich, dann kommt der Verrat. Die Insulaner locken die Mannschaft in einen Hinterhalt, Felsen begraben die meisten, nur Pym, Peters und ein Insulaner, Nu-Nu, entkommen in einem Boot. Die Insel, die Sprache, die Furcht vor Weiß – Poe hat ein rassistisches Schema der Zeit benutzt und es ins Unheimliche gekippt: Nicht der »Wilde« allein ist das Rätsel, sondern die Farbe, die am Ende alles löscht.
Das Boot treibt weiter südlich in milchige Wasser, weiße Vögel, einen Katarakt aus Weiß. Eine verhüllte, sehr große weiße Gestalt erhebt sich; Nu-Nu stirbt vor Schreck; der Bericht bricht ab. Eine Nachbemerkung erklärt, Pym sei nach der Rückkehr durch einen Unfall gestorben, die letzten Kapitel seien verloren. Poe hat die Herausgeberfiktion nicht aufgelöst. Wer eine Entdeckung des Südpols erwartet, erhält ein Bild, das sich nicht kartieren lässt. Peters überlebt in der Fiktion als Zeuge, der nicht alles sagt. Der Roman endet, wo die Reiseberichte der Zeit zu enden pflegten: am Rand des Bekannten. Nur dass dieser Rand keine Küste mehr ist, sondern eine Farbe.
Einordnung
Pym ist Bildungsfahrt, Schauerroman, Seebuch und Täuschung in einem. Die Herausgeberfiktion, das Fachwissen, die Logbuchnüchternheit – all das soll wahr wirken und macht die Ungeheuerlichkeit erst lesbar. Zeitgenossen waren irritiert; später hat die Moderne den offenen Schluss und die weiße Gestalt als Vorwegnahme erkannt, nicht als Abbruch. Verne schrieb in Die Eissphinx eine Fortsetzung, die erklärt, was Poe offengelassen hat. Lovecraft hat in den Bergen des Wahnsinns denselben Süden als Archiv des Grauens gelesen. Der Roman steht am Anfang der amerikanischen Prosa und schon an ihrem Rand: Er erzählt Entdeckung als Verschwinden.
Die rassistische Zeichnung Tsalals gehört zum Buch und ist nicht wegzureden. Poe hat Schwarz und Weiß als Todesallegorie benutzt und dabei die Sprache seiner Zeit übernommen, die Menschen nach Farbe sortiert. Lesen heißt beides sehen: die Kraft des Bildes und den Schaden des Schemas. Die Insel-Übersetzung von Ruprecht Willnow hält den Bericht in einem greifbaren Taschenbuch. Wer Poe nur von den Kurzgeschichten kennt, findet hier dieselbe Ökonomie des Schreckens, nur über die Länge einer Fahrt, die keine Heimkehr mehr erzählt, sondern einen Satz, der mitten im Weiß aufhört.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
