The Cultural Politics of Emotion

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Sara Ahmed · 2004 · Sachbuch, Kulturwissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: The Cultural Politics of Emotion
Autor(en): Sara Ahmed
Originaltitel: The Cultural Politics of Emotion
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2004
Schlagwörter: Gefühl, Körper, Nation, Orientierung
Sachgebiete: Sachbuch, Kulturwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: Edinburgh University Press


Umfang dieser Ausgabe: 224 Seiten
ISBN: 9780748618477
Verweise


The Cultural Politics of Emotion ist das 2004 erschienene Buch von Sara Ahmed. Gefühl ist nicht das Innere, das nach außen tritt; es ist die Art, wie Körper an Objekten, Nationen, anderen Körpern haften – und wie sie davon abgestoßen werden.

Inhalt

Ahmed liest Angst, Glück, Scham, Hass, Ekel als öffentliche Kräfte. Die Nation klebt am Glücklichsein; wer dieses Glück stört, erscheint als Spielverderberin. Hass bindet Gruppen, indem er an Figuren haftet – der Fremde, die Queere –, die das Wir zusammenhalten, indem sie bedrohen. Emotionen zirkulieren wie Kapital, ohne es zu sein: Sie gewinnen an Intensität, je öfter sie wiederholt werden. Phänomenologie und Kulturwissenschaft greifen ineinander: Orientierung ist räumlich, nicht nur innerlich. Wer Ahmed nur als Theoretikerin queerer Unbehaglichkeit kennt, trifft hier das grundlegendere Organon, aus dem die späteren Bücher kommen.

Das Buch ist essayistisch-systematisch, mit Fällen aus Politik, Medien, Alltag, ohne Statistik. Die Gefahr ist die Formel: Jedes Gefühl wird Politik, jede Kränkung Struktur. Ahmed ist enger: Es geht um Haften, um das, was Körper in Räumen hält. Die Kritik nannte das zu identitätspolitisch, zu wenig Ökonomie. Wer nur Judith Butler kennt, unterschlägt, dass hier der Affekt die Wiederholung trägt, nicht nur die Sprache. Eine deutsche Gesamtübersetzung fehlt; Seminare zitieren den englischen Titel.

Die Wirkung lag in der Affekttheorie der zweitausender Jahre, neben Berlant, aber zugänglicher und institutionenkritischer. Ahmed hat später die Universität selbst zum Fall gemacht. Wer das Buch als Stimmungslehre liest, hat die Nation übersprungen, an der die Gefühle haften.

Einordnung

Ohne diesen Band bleibt Gefühl in der Kulturwissenschaft Innerlichkeit oder bloße Rhetorik. Ahmed hat ihm eine Politik des Haftens gegeben. Wer nach 2004 von Atmosphäre oder Identität spricht, ohne zu fragen, woran Körper kleben, spricht hinter diesem Buch.

Ideen

Affekt (zentral)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.