Sieben Versuche

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José Carlos Mariátegui · 1928 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Sieben Versuche
Autor(en): José Carlos Mariátegui
Originaltitel: Siete ensayos de interpretación de la realidad peruana
Originalsprache: spanisch
Erstveröffentlichung: 1928
Schlagwörter: Indigene, Land, Marxismus, Peru
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag:
Umfang dieser Ausgabe: 272 Seiten
ISBN: 9783886192410
Verweise


Sieben Versuche, die peruanische Wirklichkeit zu deuten (spanisch Siete ensayos de interpretación de la realidad peruana) erschien 1928 in Lima. José Carlos Mariátegui liest Peru als Lage, in der der Marxismus die indigene Gemeinde nicht streichen darf: Das Landproblem ist das Problem der Nation, der Caudillo ist nicht der ganze Staat, die Literatur zeugt von einer Wirklichkeit, die Lima nicht kennt. Das Buch hat der lateinamerikanischen Theorie das Organon gegeben, das Europa nicht kopiert, ohne Marx zu verraten.

Inhalt

Mariátegui schreibt sieben Anläufe – Wirtschaft, Indio, Land, öffentliche Bildung, Religion, Regionalismus, Literatur –, keine Summe aus einem Guss. Der Indio ist nicht Rest, er ist die Frage, an der sich entscheidet, ob Sozialismus in den Anden möglich ist, ohne die Gemeinde zu zerstören, die der Liberalismus schon zerstört. Gegen den Positivismus der Oligarchie setzt er den historischen Materialismus, gegen den importierten Marxismus die Behauptung, dass Peru keine bloße Verspätung Europas ist. Die Zeitschrift Amauta steht hinter den Versuchen: Avanguard, Mythos, die Bereitschaft, Inka und Marx in einem Satz zu denken, ohne sie zu versöhnen.

Gegen Ortiz, der Kuba als Gegensinn von Tabak und Zucker liest, setzt Mariátegui die Anden als Landfrage. Gegen Freire, der später die Unterdrückten alphabetisieren wird, steht hier schon die Behauptung, dass Bildung Herrschaft ist, solange das Land ungeteilt bleibt. Galeano wird die Adern öffnen; Mariátegui öffnet Peru. Wer nur den Gründer des peruanischen Sozialismus sucht, hat die Literaturkapitel nicht gelesen. Wer nur die Literatur sucht, unterschlägt das Land. Das Buch bleibt unfertig wie die Wirklichkeit, die es deutet – Mariátegui starb 1930, mit fünfunddreißig, an den Folgen einer Krankheit, die ihn an den Sessel band.

Die Grenzen liegen im Mythos der Gemeinde, den spätere Forschung für zu idyllisch hielt, und in der Nähe zum Sorelschen Mythos, die den revolutionären Willen größer macht als die Analyse. Das mindert die Wirkung nicht. Die lateinamerikanische Linke hat Mariátegui als den gelesen, der Marx indianisch machte, oft grober, als er schrieb. Die sieben Versuche bleiben der Anfang, nach dem Unschuld in der Rede von Peru als Nation schwerer wurde.

Einordnung

Mariátegui hat der lateinamerikanischen Theorie das peruanische Organon hinterlassen. Neben Ortiz, Freire und Galeano steht dieser Band als der Marxismus, der die Anden nicht für Verspätung hält. Die Wirkung reicht in jede Debatte über Indigene und Land. Wer nach 1928 Peru sagt und Gemeinde meint, spricht Mariátegui. Die sieben Versuche sind keine Summe; sie sind die Form, die der Wirklichkeit entspricht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.