Scheinbildung. Was an unserem Wissen alles falsch ist
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Scheinbildung. Was an unserem Wissen alles falsch ist |
| Autor(en): | John Lloyd, John Mitchinson |
| Originaltitel: | The Book of General Ignorance |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2009 |
| Schlagwörter: | Irrtum, Bildung, Quiz, Allgemeinwissen |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Essay |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Piper
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| Umfang dieser Ausgabe: | 268 Seiten |
| ISBN: | 9783492052160 |
| Verweise | |
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Scheinbildung. Was an unserem Wissen alles falsch ist ist die 2009 bei Piper erschienene deutsche Ausgabe von The Book of General Ignorance der britischen Fernsehautoren John Lloyd und John Mitchinson. Das Original von 2006 gehört zur Ratesendung QI – Quite Interesting –, in der die Scheinbildung der Briten als Unterhaltung geprüft wird. Welches Lebewesen ist das größte? Nicht der Wal. Welcher Berg der höchste? Nicht der Mount Everest, sobald man den Olympus Mons auf dem Mars zulässt. Wie viele Sinne hat der Mensch? Nicht fünf. Die deutsche Ausgabe hat den Titel in die Nähe von Schwanitz’ Bildung. Alles, was man wissen muß gerückt und meint das Gegenteil: was man zu wissen glaubt, sei die Macht des Halbwissens.
Inhalt
Lloyd und Mitchinson schreiben gegen die schnelle Antwort, die die Schule, die Familie und die Ratefrage belohnt. Der Wal ist nicht das größte Lebewesen, sobald ein Pilz der Hallimasche-Familie als Organismus zählt; der Everest ist nicht der höchste, sobald ein anderer Planet oder ein anderer Fuß zugelassen wird; die Griechen hatten kein Wort für Blau, und Bronze ist keine Selbstverständlichkeit der Wahrnehmung. Die Artikel sind kurz, mit der Pointe der Sendung, und sie trennen die Antwort, die jeder gibt, von der, die die Recherche der QI-Redaktion gefunden hat. John Lloyd, Produzent von Spitting Image und von Per Anhalter durch die Galaxis, hat den Gestus der britischen Komödie; Mitchinson liefert die Bücher.
Die Sammlung ist das Irrtumslexikon als Ableger einer Sendung, näher am Studio als an der Statistik. Gegenposition ist jede Bildungsschrift, die den Kanon behauptet, und jede Fachkritik, die in der QI-Antwort oft eine neue Halbwahrheit sieht: der höchste Berg hängt von der Definition ab, und genau das Spiel mit der Definition ist der Witz und die Grenze. Wer nur den Wal sucht, findet den Pilz. Wer Prüfung sucht, findet Unterhaltung, die sich als Prüfung maskiert. Die Piper-Taschenausgabe von 2010 hat denselben Text in die Breite getragen.
Unsicher wird Scheinbildung, wo die Definition den Gegenstand aufbraucht und wo die britische Pointe im Deutschen als Belehrung ankommt. 268 Seiten tragen die Sendung, nicht die Enzyklopädie. Wer das Buch als Waffe gegen Schwanitz liest, hat den Titel verstanden und die Ratesendung nicht. Wer es nur als Witzkiste liest, unterschlägt, dass jede umgedrehte Antwort eine Behauptung über Schule ist. Neben Krämer und Trenkler bleibt dies der importierte, fernsehgestützte Verwandte.
Einordnung
Lloyd und Mitchinson haben der deutschen Taschenbuchstrecke das britische Unwissen als Scheinbildung verkauft, just in dem Jahrzehnt, das den Kanon und seinen Widerruf als Ware kannte. Der Band steht neben QI, neben den Irrtumslexika und neben Schwanitz, den der Titel zitiert, indem er ihn umkehrt. Wer nach diesem Buch eine Prüfungsantwort hört, darf nach der Definition fragen. Cambridge und der Pub, in dem beide angeworben wurden, bleiben die Ursprungsszene; München hat das Halbwissen gebunden.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
